Alemannia lässt sich auch von einem Erstligisten nicht beirren

Von: Christoph Pauli
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Kerkrades Gibril Sanko lenkt den Ball am Boden liegend ins eigene Tor, Philipp Gödde (Nr. 29) und Fabian Graudenz freut‘s. Foto: Jerome Gras

Kerkrade. Am Ende stand ein überraschender Auswärtssieg. Der Viertligist gewann beim Erstligisten, Alemannia war 1:0 bei Roda Kerkrade erfolgreich. Der nächste Achtungserfolg wurde durchaus nüchtern verbucht.

„Wir machen viele Sachen schon sehr gut, sind aber bei manchen Sachen noch nicht stabil genug“, resümierte Trainer Christian Benbennek.

Alemannia biegt nach langer Vorbereitung auf die Zielgerade ein. Die Mannschaft prägt sich gerade einen anderen Spielstil ein. Sie will aggressiver sein, will den Gegner früher stellen. Selbst gegen einen drei Klassen höheren Gegner war das Team zumindest zeitweise frech wie ein Terrier. „Mut wird belohnt“, sagt Benbennek, der das neue Spielsystem in den letzten Wochen aufgespielt hat. Aachens Trainer verzichtete Dienstagabend auf seinen Kapitän: Aimen Demai fehlt bis Freitag wegen einer Weiterbildung.

Die erste Chance gehörte den Rückkehrern in die Ehrendivision. Santiago Palacios stand frei, sein Schüsschen rollte Torwart Frederic Löhe in die Arme. Im Gegenzug hätte der Regionalligist geschmeidig in Führung gehen können. Dennis Dowidat täuschte eine Ballannahme nur an, der Ball rutschte durch zu Viktor Maier, doch der Angreifer schob freistehend aus zehn Metern am Tor vorbei (6.). Die beiden Mannschaften begegneten sich Dienstagabend durchaus auf Augenhöhe.

Die Partie wurde ein wenig angehalten, die Müdigkeit der Vorbereitung war gut auszumachen. Alemannia kam nur bei Standards in Gefahr. Das überraschte ein wenig, weil im Deckungszentrum mit Peter Hackenberg und Jannik Löhden etwa vier Meter Innenverteidigung aufgeboten wurden waren. Einmal hob Löhe den Kopfball von Palacios über die Latte (20.), dann reagierte er prächtig nach einem Eckball gegen Regino Cecilia (30.). Mehr Lücken fand der Erstligist nicht. Im Gegenteil, Alemannia hätte schon vor dem Wechsel in Führung gehen können. Bastian Müller versuchte es im Strafraum einmal mit rechts (34.), dann mit links (43.) – beide Schüsse zischten knapp am Tor von Keeper Bram Verbist vorbei.

Noch einmal bekamen fast alle Aachener Spieler Auslauf, zur Pause wurde sechs Mal gewechselt. Die Partie nahm Fahrt auf. Linksverteidiger David Vrzogic meldete sich mit einem kernigen Schuss an, beim Abstaubertor stand Fabian Graudenz deutlich im Abseits (50.).

Roda, das in die Eredivisie am 8. August gegen Almelo startet, tauschte acht Spieler auf einen Schlag (62.). Einer von ihnen war Hicham Faik, der gleich mal aus 24 Metern das Lattenkreuz anvisierte (67.).

8750 Zuschauer sahen dann doch noch einen Treffer, erzielt von einem Kerkrader für Alemannia. Gibril Sanko lenkte eine Ito-Flanke ins eigene Tor (77.).

In Gefahr geriet der Erfolg nicht mehr ernsthaft, das nächste Ausrufezeichen in der Vorbereitung. „Die erste Elf bekommt immer klarere Konturen“, fasste Benbennek den schönen Ausflug zusammen. Dienstagabend sammelten vor allen Fabian Graudenz und Bastian Müller weitere Pluspunkte beim Trainer.

Alemannia: Löhe (60. Sprint) - Ernst (46. Vrzogic), Hackenberg, Löhden, Winter - Müller (46. Graudenz), Staffeldt (46. Propheter), Lünenbach, Zieba (46. Rüter) - Maier (46. Gödde), Dowidat (46. Ito).

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