Alemannia: Klitzpera wehrt sich nach körperlicher Auseinandersetzung

Von: Christoph Pauli
Letzte Aktualisierung:
11620704.jpg
Nach der körperlichen Auseinandersetzung wehrt Klitzpera sich gegen die Behauptungen des Ex-Trainers Heinen. Foto: privat, sport/Revierfoto

Aachen. Die Ermittlungen werden sich noch eine Weile hinziehen, sagt Jost Schützeberg, der Sprecher der Aachener Staatsanwaltschaft. Die Behörde ist eingeschaltet worden nach einer Anzeige von Alexander Klitzpera.

Alemannias Sportlicher Leiter war am 18. Januar vom ehemaligen Co-Trainer der U19 angegriffen und ins Gesicht geschlagen worden. Klitzpera stellte Strafanzeige wegen Körperverletzung gegen Harald Heinen. Inzwischen haben die Zeugen nach Alemannia-Angaben den von Klitzpera geschilderten Ablauf der körperlichen Auseinandersetzung in ihren Vernehmungen bestätigt. Heinen hat teilweise eine andere Sicht der Dinge, wie er damals in einer mehrseitigen Erklärung ausführte.

Der fristlos gekündigte Ex-Trainer wiederum hat eine Anzeige wegen Beleidigung gegen Klitzpera gestellt. Gegen Aachens Manager wird derzeit ebenfalls wegen Körperverletzung ermittelt, sagt Schützeberg. Heinen ist noch dem Vorwurf der Nötigung ausgesetzt. Auslöser waren drei anonym verfasste Schreiben, die im Herbst bei Alemannias Funktionären eingingen.

Darin wurde ein ehemaliger Alemannia-Mitarbeiter des sexuellen Übergriffes auf Schutzbefohlene bezichtigt. Alemannias Mandatsträger um Präsident Heinz Maubach hatten Ende November die Schreiben sofort an die Kripo weitergeleitet. „Das Ermittlungsverfahren wurde mangels hinreichenden Tatverdachts eingestellt“, sagt Schützeberg.

Stattdessen wird nun gegen Heinen ermittelt, der der Verfasser der handschriftlichen kurzen Briefe gewesen sein könnte. Eine Graphologin hat inzwischen die Handschrift verglichen. Der Befund sei nicht eindeutig, sagt Schützeberg.

Vor dem Arbeitsgericht Aachen werden sich die streitenden Parteien in der nächsten Woche wiedersehen. Da geht es allerdings nicht um die fristlose Kündigung, gegen die Harald Heinen nicht vorgegangen ist.

Auf Antrag von Klitzpera soll Heinen dort mehrere Unterlassungserklärungen abgeben. Demnach soll der Belgier nicht länger behaupten dürfen, Klitzpera hätte ihn am Abend als „kleinen dreckigen Belgier“ bezeichnet. Und auch gegen Heinens Feststellung, dass er sehr frühzeitig, am 8. März 2015, über die heftigen Vorwürfe gegenüber einem ehemaligen Trainer informiert gewesen sei, wehrt sich der Manager.

Heinens Anwalt Christoph Contzen verwies am Mittwoch darauf, dass sein Mandant niemals behauptet habe, er selbst habe den Sportlichen Leiter im Frühjahr über den schwerwiegenden Verdacht in Kenntnis gesetzt.

Leserkommentare

Leserkommentare (14)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert