Aachen - Alemannia: Klitzpera rät dem Team zu öffentlichem Statement

Alemannia: Klitzpera rät dem Team zu öffentlichem Statement

Von: pa
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Die Analyse läuft: Alexander Klitzpera zieht seine Schlüsse aus der Hinrunde.

Aachen. Mit den sozialen Medien gerät Alexander Klitzpera nur indirekt in Kontakt. Er hat keinen Facebook-Account und ist auch auf anderen virtuellen Kanälen nicht unterwegs. Mit der digitalen Welt wird Alemannias Sportdirektor dann doch regelmäßig konfrontiert, wenn ihm öffentliche Kommentare oder Schnappschüsse seiner Spieler zugemailt werden.

Wenn Spieler zum Beispiel am Ende einer Weihnachtsfeier zu Höchstform auflaufen, erfährt Klitzpera das umgehend, wenn die Spieler ihre Höchstform in die Tiefen des Internets hinausposaunen mit dem orakelhaften Hinweis: „Wenn ihr wüsstet.“

Klitzpera ist mittendrin in der Analyse der verkorksten Hinserie. Und da sind solche Bildchen von Müller, Löhe und Ernst vermutlich nicht sonderlich relevant, es haben sich schon gravierendere Dinge in den letzten Tagen ereignet. Die Mannschaft hat sich aufgelehnt gegen alle sportlich Verantwortlichen und am Ende auch gegen das Publikum.

Grußlos hat sich das Team nach dem letzten Spiel in die Kabine verabschiedet, bis es vom Sportdirektor zur Rückkehr auf das Spielfeld aufgefordert wurde. „Ich bin nicht mit geschlossenen Augen durch die letzten Wochen gegangen“, sagt Klitzpera, mit dem die Spieler nicht mehr zusammenarbeiten wollen, so haben sie es hinterlegt. Das vergangene halbe Jahr sei extrem turbulent gewesen, sagt Klitzpera, „aber ich habe nicht die Lust verloren, ich will für den Verein unverändert etwas erreichen“.

Er hat seinen Profis geraten, mit einem öffentlichen Statement die Situation zu entkrampfen. „Aber ich kann so etwas nur empfehlen und die Spieler nicht dazu nötigen, wenn sie es nicht aus Überzeugung machen.“ Die Erklärung der Profis jedenfalls steht noch aus.

Klitzpera kündigt an, dass der Verein zeitnah Entscheidungen treffen werde. Wie die aussehen, lässt er offen. In den nächsten Tagen stehen Gespräche mit dem Aufsichtsrat an.

Auf der Agenda steht dann auch die Trainerfrage. Er habe noch keine Entscheidung getroffen, teilt Klitzpera mit. Das Interims-Duo Sven Schaffrath/Aimen Demai sei als Dauerlösung nicht ausgeschlossen, denn auch wirtschaftliche Aspekte spielen eine größere Rolle bei der Trainerfahndung.

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