Alemannia: Klare Spiel-Idee und ein elanvoller Sieg gegen Köln

Von: Klaus Schmidt
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Schneller Marcel Heller: In dieser Szene kommt der Alemanne nicht an FC-Innenverteidiger Dominic Maroh vorbei. Doch in der vierten Minute des Tests gegen den Zweitligisten trifft er per Kopf zum 1:0. Foto: Wolfgang Birkenstock

Aachen. So ein runderneuerter Kader will ja erst mal sortiert sein und eine Mannschaft eingespielt. Die Sportliche Leitung von Alemannia Aachen hatte zu diesem Zweck durchweg klassentiefere Sparringspartner für das Testprogramm engagiert, die Ausnahme und damit der härteste Prüfstein für den Drittligisten fuhr am Dienstag vor - und geschlagen wieder nach Hause.

1:0 gewann Aachen gegen den 1. FC Köln und wurde mit berechtigtem Applaus entlassen. „Wir haben den FC vor allem in der ersten Halbzeit vor viele Probleme gestellt”, sagte der Torschütze Marcel Heller, Trainer Ralf Aussem lobte: „Viele Bälle erobert, schnell nach vorne gespielt. Aber es war nur ein Test. Der Sieg nützt garnichts, wenn wir - mit Verlaub - in Bielefeld verkacken.”

Zehn Tage vor dem Saisonstart gab Aussem mit der Startelf um den neuen Kapitän Albert Streit mehr als nur ein paar Hinweise. Der als offen ausgerufene Kampf um die Nummer 1 könnte allerdings wegen höherer Gewalt vorzeitig zu Gunsten von Tim Krumpen entschieden sein: Michael Melka schleppt sich seit eineinhalb Wochen mit einer hartnäckigen Verletzung der Wade herum. Da zwickt es auch Florian Müller, der ebenso wie Dario Schumacher (Oberschenkel) und Kristoffer Andersen (Adduktorenprobleme beim Aufwärmen) nicht zum Aufgebot gehörte.

Die Neugier auf den Alemannia-Jahrgang 2012 lockte 10 021 Zuschauer an den Tivoli, den zwei komplette Teams verlassen haben; Anouar Hadouir kam jetzt bei NAC Breda unter. Wie Spielfreude geht, das zeigten die Schwarz-Gelben vom Anpfiff weg: mit einer klaren Idee, gesteuert vom zentralen Mittelfeld-Dreieck Streit-Demai-Rösler, das den schnellen Weg auf die flinken Außen Heller und Kefkir sucht. Selbst Olajengbesi, dessen Kompetenz sich bislang auf pure Abwehrarbeit beschränkte, wurde mit öffnenden Pässen auffällig.

Schon nach 60 Sekunden hatte Rösler die Führung auf dem Fuß. Den Saison-Premierentreffer erzielte Marcel Heller, ein weiterer Aachen-Rückkehrer, mit dem Kopf nach Flanke von Kefkir (4.). Alemannia hatte die Partie im Griff und ein deutliches Chancen-Plus. Rösler köpfte an die Latte (21.) und vorbei, Borg scheiterte an FC-Keeper Schuhen.

Aussem ließ seine überzeugende Elf eine Stunde durchspielen. Borg (kurz vor seiner Auswechslung) und Rösler nahmen sich gegenseitig das 2:0 vom Fuß, der Elan ließ dann etwas nach. Auch wenn Testspiel Testspiel bleibt: Diese Alemannia hat zunächst einmal Lust auf die Liga gemacht.

FC-Coach Holger Stanislawski nahm die Niederlage sehr gelassen hin. „Wir haben jetzt drei Wochen geknüppelt und einfach nicht die Frische wie eine Mannschaft, die nächste Woche startet”, betonte er. Wichtig sei es dem Kölner Trainer gewesen, „dass wir die Fehler aufgezeigt bekommen haben. Deshalb war es ein aufschlussreicher Test.”

Alemannia: Krumpen - Schwertfeger, Olajengbesi (73. Herröder), Stehle (73. Erb), Baumgärtel - Streit, Demai (60. Brauer) - Heller (69. Pozder), Rösler (69. Marquet), Kefkir (83. Leipertz) - Borg (60. Thiele)

Köln: Schuhen - Brecko (46. Hector), Maroh (46. McKenna), Pezzoni (33. Wimmer), Giannoulis (46. Eichner) - Lehmann (46. Strobl), Yabo (46. Matuschyk) - Chihi (46. Buchtmann), Jajalo (33. Schnellhardt), Roshi (46. Clemens) - Tese (46. Ishak)

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