Alemannia: Kilic bestätigt grundsätzliche Einigung

Von: Christoph Pauli
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Fuat Kilic
Kann sich durchaus vorstellen bei der Alemannia zu bleiben - wenn die Rahmenbedingungen stimmen: Fuat Kilic. Foto: Birkenstock

Aachen. Am Ende des Abends machte sich Zuversicht breit. Johannes Delheid aus dem Beraterteam bei Alemannia hielt ein flammendes Plädoyer für die Bedeutung des Klubs für die Region - und erntete kräftigen Beifall. Der insolvente Regionalligist hatte mögliche Sponsoren zu einer Infoveranstaltung in den Businessbereich am Tivoli geladen.

Erwartet habe man ein ein gutes Dutzend Interessenten, sagte André Dobiey, es waren dann etwa 70 Leute. Der Anwalt aus der Kanzlei von Insolvenzverwalter Christoph Niering sprach von „einem großen Schritt“ in Richtung der angestrebten Finanzierung. „Die Veranstaltung war sehr positiv. Es gab ein ehrliches Interesse an unserem Konzept“, fasste der Interimsvorsitzende Martin Fröhlich das Treffen zusammen.

Es war zwar nur ein Stimmungstest, die „Kollekte“ findet in den nächsten Wochen statt. Aber das Echo war so gut, dass die Insolvenzleute zufrieden bilanzierten: „Nach diesem Abend sind wir zuversichtlich, dass wir es schaffen können.“ Die Sanierer wollen einen Sportetat von einer Million Euro zusammenstellen, nach Abzug der Abgaben für Verbände und Berufsgenossenschaft sollen 700.000 Euro für Trainer, Spieler, Physiotherapeuten und Reisekosten bleiben.

Wer den Etat verwalten soll, wurde den Alemannia-Fans am Dienstagabend auch mitgeteilt. „Fuat Kilic will gerne am Tivoli bleiben“, informierten die Juristen. Und auch dafür gab es spontanen Beifall. Der umworbene Trainer, der vor ein paar Wochen bereits abgesagt hatte, bestätigte die grundsätzliche Einigung. Seine Einschränkung: „Die Rahmenbedingungen müssen so sein wie wir es besprochen haben.“ Neben dem angepeilten, deutlich verringerten Etat ist die angestrebte Vertragslaufzeit von drei Jahren ein Kriterium.

Kilic begrüßte die zarte Aufbruchstimmung, die von diesem Treffen ausging. „Es ist ein gutes Signal, wenn viele Menschen für diesen wunderbaren Verein zusammenstehen.“ Nach Abschied hören sich seine Gedanken längst nicht mehr an. Im Gegenteil, am Reißbrett hat seine Mannschaft 2017/18 bereits zarte Konturen, auch wenn der Kaderplaner den Spielern immer noch keine belastbaren Angebote vorlegen kann. „Wir brauchen eine junge Mannschaft, die marschiert und die sich sehr mit Alemannia identifiziert.“ Neben den U-19-Spielern möchte Kilic gerne etablierte Profis wie Dennis Dowidat, Jerome Propheter oder auch Nils Winter halten. Zudem will Kilic seinen Kapitän Timo Staffeldt davon abbringen, die Karriere in drei Wochen zu beenden.

Zeitnah entscheidet sich die Trainerpersonalie, zeitnah soll auch ein Geschäftsführer gefunden werden. Die Idee, Jens Bachmann zu installieren, der bis vor wenigen Wochen für die Firma Infront Alemannia vermarktet hat, hat sich zerschlagen. „Wir sind nicht zueinander gekommen“, sagt Dobiey.

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