Alemannia: Kehrt doch noch Vernunft ein?

Von: sch
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Sachwalter Rolf-Dieter Mönning (rechts) soll schon zum Pokalspiel gegen Windeck die Idee verfolgt haben, nach Jülich auszuweichen. Foto: Andreas Steindl

Aachen/Jülich. Uwe Scherr wurde dann am Freitag beim DFB in Frankfurt vorstellig und nahm die Empfangsbestätigung für die eingereichten Unterlagen zur Lizenzierung entgegen. „Ich denke, ich war ein vorbildlicher Bote“, sagte Alemannias Manager.

Der Drittliga-Antrag hatte einen Makel: Nach dem „Nein“ des Jülicher Sportausschusses zu den Plänen, ins Karl-Knipprath-Stadion zu ziehen, gab Alemannia keine Spielstätte an.

Sachwalter Rolf-Dieter Mönning leitete am Freitag Nachfragen an Sprecher Holger Voskuhl weiter. Der teilte lapidar mit: Dritte Liga in Jülich wäre schwierig gewesen, „darauf waren wir seit der Sicherheitsbegehung am Mittwoch vorbereitet“. Dem Vorwurf, die Stadt an der Rur nur „vor den Karren“ gespannt und sich verpokert zu haben, entgegnete Voskuhl: „Wir haben stets gesagt, dass wir nicht nur auf Jülich setzen.“ Notiz am Rande: „Wir hatten das schriftliche Angebot von Jülich“ – allerdings des Vereins SC 1910/97, und der ist nur Nutzer des Stadions, das der Stadt gehört.

Möglichkeiten einer anderen Alternativ-Spielstätte würden geprüft. Kerkrade sei weiter im Gespräch, doch das ist laut Uefa-Auskunft unzulässig. Die anderen Optionen „aus der näheren Umgebung“ will Voskuhl nicht benennen. „Wenn dann einer nach dem anderen zerschossen wird . . .“ Vom DFB, mit dem man in Kontakt stehe, war am Freitag wie üblich keine Stellungnahme zu erhalten.

<durchklicker id="durchklicker_tivoli"></durchklicker>Nach Informationen unserer Zeitung soll Sachwalter Mönning schon zum Pokalspiel gegen Windeck die Idee verfolgt haben, nach Jülich auszuweichen – Scherr wehrte sich entschieden. Wahrscheinlich kommt es ohnehin so, wie es von Anfang an zu vermuten war. „Die Aachener sollten zuversichtlich sein, dass Alemannia im nächsten Jahr auf dem Tivoli spielt“, sagte Oberbürgermeister Marcel Philipp auf der Euregio-Wirtschaftsschau. Am Ende des Tages dürfte die Vernunft bei allen Beteiligten einziehen.

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