Aachen - Alemannia in Berlin: „Kein Grund zur Veränderung”

Alemannia in Berlin: „Kein Grund zur Veränderung”

Von: Klaus Schmidt
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Aachen. Die Mannschaft habe unter der Woche genau so konzentriert gearbeitet wie vor dem jüngsten 2:1-Sieg gegen Arminia Bielefeld, berichtet Michael Krüger. Das wäre eigentlich ein gutes Zeichen für den Chefcoach von Alemannia Aachen vor der Partie am Sonntag in der Alten Försterei bei Aufsteiger Union Berlin, wenn die Profis merken, „hoppla, wir wissen, wie´s geht.

Da müsste man davon ausgehen, dass sie es verinnerlicht haben.” Nur war es in dieser Saison „bislang so, dass man sich nie zu 100 Prozent sicher sein konnte” - dass einem guten Spiel gleich ein zweites oben drauf gepackt wird. „Aber”, sagt Krüger, „das ist Alemannia Aachen.”

Glaube und Überzeugung

Den Einsatz eines Sonderbusses hat der Klub zwar wegen zu geringer Nachfrage gestrichen, dennoch werden rund 350 Fans in die Bundeshauptstadt reisen. Die Schwarz-Gelben wissen, was sie an der Wulheide erwartet.

„Katastrophale Platzverhältnisse, die ein normales Fußballspiel nicht zulassen”, „ein robuster Gegner, wie wir in der Hinrunde erfahren haben” (1:4-Pleite), „ein sehr emotionales Publikum” - da müsse die Mannschaft einfach daran glauben, nein, „sie muss davon überzeugt sein, etwas reißen zu können.”

Entscheidend sei, sagt Krüger: „Die Ordnung diszipliniert beizubehalten, auch wenn wir nach vorne spielen, um zu verhindern, dass wir in einen Konter laufen. Wir dürfen uns keine Ballverluste und groben Fehler erlauben.”

Am Ball zweikampfschwach

Zwei Faktoren könnten Alemannias Chancen am Sonntag erhöhen: eine verbesserte Zweikampfbilanz am Ball (Aachen gewinnt nicht einmal die Hälfte; schlechtester Wert der Liga) und die Treffsicherheit von Benny Auer, der gegen Bielefeld seinen vierten „Doppelpack” in dieser Saison schnürte.

War der Kapitän erfolgreich (bislang in acht Spielen), dann hat Alemannia auch nicht verloren (sechs Siege, zwei Remis).

Nach dem „Dreier” gegen Bielefeld sieht Michael Krüger „keinen Grund zur Veränderung” in personeller Hinsicht. Mirko Casper fällt wegen eines Magen-Darm-Infekts nach einer Woche ohne Training weiterhin aus; die zuletzt überzeugenden Youngster Alper Uludag und Marco Höger dürften ihre nächste Chance erhalten.

Ob die Nichtberücksichtigung der schon länger im Profilager aktiven Patrick Milchraum und Jerome Polenz ein Hinweis darauf sei, dass die Zeit der beiden am Saisonende ablaufen wird, wollte Krüger so deutlich nicht bestätigen.

„Es zählt einfach Leistung”

Doch es gehört nicht viel Fantasie zu diesem Szenario; durch die Blume widerspricht der Trainer auch nicht, wenn er feststellt: „Es zählt einfach Leistung. Mir ist ein Junger, der fünf Mal vergeblich die Linie rauf und runter oder falsch läuft, lieber. Einer, von dem ich weiß, er gibt alles für die Mannschaft, und von dem ich weiß, warum er Fehler macht.”
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