Aachen - Alemannia hat die besseren Chancen und verliert

Alemannia hat die besseren Chancen und verliert

Von: Christoph Pauli
Letzte Aktualisierung:
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Der Moment der Entscheidung: Alemannia-Keeper Philip Sprint streckt sich vergeblich nach einem Fortuna-Freistoß.

Aachen. Angetreten waren an diesem herbstlichen Abend zwei Teams aus dem Rheinland mit dem festen Vorsatz, Karneval lieber zu arbeiten statt zu feiern. Am Karnevalssamstag findet das Viertelfinale im FVM-Pokal statt. Fortuna Köln sicherte sich das Zusatzspiel.

Der Drittligist besiegte am Tivoli Alemannia mit 1:0. Der Sieg war durchaus glücklich für das klassenhöchste Team im Wettbewerb. Alemannia war die Mannschaft mit den besseren Chancen.

„So ein Spiel kann man kaum in Worte fassen“, war Aachens Stürmer Philipp Gödde entsprechend bedient. Der große Aufwand hatte sich nicht gelohnt. „Es wäre arrogant zu sagen, dass es ein verdienter Sieg war“, fand auch Fortunas Trainer Uwe Koschinat passende Worte. Sein Aachener Kollege Fuat Kilic hatte erwartungsgemäß eine robuste Mannschaft aufgestellt.

Vor einer fünfköpfigen Abwehr warteten noch einmal drei ballhungrige defensive Mittelfeldspieler auf gegnerische Angriffe. Die Gäste prallten immer wieder ab. Auf dem rutschigen Platz standen viele Nahkampfexperten, so dass den nur 2800 Zuschauern selten ein gepflegtes Kurzpassspiel aufgeführt wurde.

Alemannia versuchte bevorzugt, mit weiten Bällen in die Schnittstellen zu gelangen. Die Hoffnung: Rüter und Gödde können bei passender Gelegenheit ihren schrankähnlichen Gegenspielern entkommen. Die Mannschaft, die mehr investierte, hatte die besseren Gelegenheiten.

Staffeldts Fernschuss war leichte Beute für Gästekeeper Tim Boss (10.), dann rückten die Verteidiger weit auf: Winter köpfte die Flanke von Ernst vorbei (15.). Mohammad steckte fein durch, doch Rüter rutschte im entscheidenden Moment das Standbein auf dem morastigen Untergrund weg (18.). Fortuna kam schwer auf Touren, Lars Bender traf mit einem ersten Torschuss nur die Fäuste von Philip Sprint (24.).

Beide Trainer hatten ruhende Bälle auf die Verbotsliste gesetzt, zu groß war der Respekt vor kopfballstarken Gegenspielern. Erst nach 26 Minuten gab es einen ersten Freistoß für Fortuna, nachdem Jannik Löhden Michael Kessel übereifrig über den Haufen gerannt hatte. Fast vom Strafraumeck schaufelte Markus Pazurek denn Ball knapp über den Kopf von Tobias Haitz ins Tor. Philip Sprint kam zu spät.

Der Ausgleich wäre postwendend fällig gewesen. Rüter strebte alleine auf Fortunas Keeper zu, der Angreifer verzichtete auf den möglichen Torschuss und legte lieber auf. Winter bekam den Ball in Rückenlage nicht mehr auf leere Tore gelenkt (29.). Der Klassenunterschied war nicht mehr festzustellen an diesem Pokaltag, an dem sich zwei physisch starke Teams duellierten. Der starke Staffeldt spitzelte den Ball zu Gödde, Aachens Mittelstürmer bekam Torwart Boss nicht überwunden (52.).

Alemannia erhöhte den Druck, Fortuna hatte kein wirksames Gegengift an Bord. Auch die Aachener erhielten einen ersten Freistoß. Die Nummer hätte ähnlich spektakulär enden können, doch Jerome Propheter zwirbelte den Ball ans Lattenkreuz (54.). Der Favorit torkelte, Aachen setzte nach – schwächte sich aber in der Schlussphase. Propheter sah nach zwei Tritten gegen den überragenden Oliveira Souza jeweils die Gelbe Karte.

Die letzten zehn Minuten berannten zehn Aachener vergeblich das Tor des Favoriten. „So eine Niederlage ist schwer zu akzeptieren“, ärgerte sich Kilic noch spät am Abend.

Aachen: Sprint - Propheter, Löhden, Haitz (77. Hammel) - Ernst, Staffeldt, Kühnel (88. Suzuki), Mohammad (67. Fejzullahu), Winter - Rüter, Gödde 

Schiedsrichter: Steffens (Mechernich) Zuschauer: 2800 Tor: 0:1 Pazurek (26.) Gelbe Karten: Kühnel, Löhden, Gödde/- Gelb-Rot: Propheter /-

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