Alemannia gutbürgerlich zum zweiten Sieg in Folge

Von: Klaus Schmidt
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Nicht Alemannias Philipp Gödde, sondern Krays Girolamo Tomaselli (am Boden) erzielte das 1:0 für Aachen. Foto: J. Gras

Essen. Es war eher gutbürgerlich als Haute cuisine im Essener Stadion am Uhlenkrug, aber immerhin: Alemannia Aachen vermeldete eine Premiere unter Fuat Kilic. Mit einem 2:1 (1:0) beim Absteiger FC Kray gelang dem Fußball-Regionalligisten der zweite Erfolg hintereinander.

Am Abend zuvor war das Trikot mit der Rückennummer 35 beflockt worden, am Spieltag kam es gleich an die frische Luft. Karim Kucharzik, gebürtiger Alsdorfer, 18 Jahre jung und aus den eigenen A-Junioren, hatte das Casting nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Innenverteidiger Jannik Löhden gegen David Vrzogic und Tim Lünenbach gewonnen und feierte sein Regionalliga-Debüt.

Zweiter Wechsel im Team: Fabian Graudenz übernahm für Maciej Zieba. Daniel Engelbrecht (Achillessehne) schaffte es nicht mehr in den Kader, Fuat Kilic setzte im Angriff erneut auf das Duo mit dem Ex-Krayer Philipp Gödde und Taku Ito.

Beim Treff von Feierabend-Fußballern mit Profis erspielte sich Alemannia gefühlt 80 Prozent Ballbesitz, wollte die Kugel aber wieder einmal ins Tor tragen. Im letzten Drittel wurde es viel zu umständlich, erwähnenswert blieben bis zur Pause nur drei Szenen. Kapitän Timo Staffeldt versuchte es aus der Distanz, Krays Torhüter Kunz konnte den glitschigen Ball nicht kontrollieren, beim Abstauber stand Dennis Dowidat im Abseits (14.). Eine Flanke von Tobias Mohr wurde zum Torschuss, wieder patzte Kunz, Ito setzte den Ball neben den Pfosten (38.).

Drei Minuten später dann doch die Führung – und der Absteiger musste mithelfen: Girolamo Tomasello wollte nach einer Hereingabe von Dominik Ernst vor Gödde klären, fälschte aber ins eigene Tor ab. Kray war bis dahin tatsächlich auch zwei Mal vor Alemannia-Keeper Pierre Kleinheider aufgetaucht, Steuke (4.) und Dressler per Kopf (28.) zielten drüber.

Aachen verrichtete solide Arbeit gegen einen limitierten Kontrahenten und legte nach der Pause ein paar Kohlen drauf. AlleineGödde hatte zwei Mal die Vorentscheidung auf dem Fuß, zielte nach Mohrs öffnender Flanke vorbei (54.) und scheiterte an Kunz (65.).

Sekunden später vergab auch der eingewechselte Florian Rüter freistehend. Alemannia machte viele Meter, blieb in Sachen Kaltschnäuzigkeit aber auch gegen das Team des Ex-Aacheners Stefan Blank einiges schuldig. Und plötzlich wackelte die Führung: Ilbay prüfte Kleinheider, Alic setzte einen Kopfball knapp neben den Pfosten.

Auch gegen Teams aus dem Souterrain der Liga sind Aachener Veranstaltungen in dieser Saison enge Kisten; Rüter vergab die nächsten beiden Chancen mit freier Sicht auf den Torhüter. Erst Ernst sorgte für Beruhigung: Der Rechtsverteidiger hielt fünf Minuten vor Schluss drauf und markierte das 2:0 in den Winkel. Krays Anschlusstreffer durch einen Kopfball von Dressler (88.) sorgte nur für kurzfristige Irritationen.

„Wir hatten gehofft, dass Kray mehr mitspielt. Es war eine Pflichtaufgabe, aber eine schwere“, bilanzierte Fuat Kilic. „Wir haben wieder mal etliche Chancen liegengelassen, das bleibt unser Manko. Es war klar, dass wir nicht mal eben in Kray vorbeifahren und die drei Punkte einsacken.“

Zufrieden war Aachens Coach mit dem ersten Auftritt von Youngster Kucharzik: „Der Junge hat einen soliden Einstand gegeben.“ Enttäuscht war dagegen Krays Coach Blank nach der nächsten Niederlage: „Wir haben nicht so mutig gespielt, wie ich mir das vorgestellt habe.“

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