Alemannia greift durch: Fahnen- und Bannerverbot bei Auswärtsspielen

Von: bj
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Die Alemannia hat Konsequenzen aus der Verbandsstrafe wegen den Verfehlungen einiger Anhänger beim Auswärtsspiel in Wuppertal gezogen. Foto: Jérôme Gras

Aachen/Duisburg. Das Urteil fiel milde aus. Eine Geldstrafe in Höhe von 4000 Euro bekam die Alemannia für das Zünden von Pyrofackeln einiger Anhänger beim Auswärtsspiel in Wuppertal aufgebrummt. Die Spruchkammer würdigte die kompromisslose Linie des Vereins in den vergangenen Monaten, ebenso wie die langwierige Arbeit an einem Leitbild, das die Fankultur verbessern soll.

Da die Aachener aber Wiederholungstäter sind, gab es noch einen deutlichen Hinweis zum Abschluss der Sitzung. „Ab heute bewegt sich der Verein auf ganz dünnem Eis“, hatte der neue Vorsitzende der Verbandsspruchkammer in Duisburg, Hubert Jung, Anfang Oktober erklärt.

Knapp drei Wochen später hat die Alemannia Konsequenzen aus der Verbandsstrafe gezogen. Wie der Verein am Mittwoch bekannt gab, werden in Zukunft keine Kollektivstrafen mehr gegen einzelne Gruppierungen ausgesprochen, „da so womöglich Personen bestraft werden würden, die keinerlei strafrelevanten Tätigkeiten ausgeführt oder dabei mitgewirkt haben“, wie es in der Pressemitteilung heißt. Stattdessen wollen die Verantwortlichen „die Ursache“ bekämpfen. Bis Saisonende werden deshalb bei allen Auswärtsspielen der Alemannia – unabhänging davon, in welchem Wettbewerb die Alemannia antritt – weder Blockfahnen, noch Zaunfahnen, Schwenkfahnen, Spruchbänder oder Banner zugelassen. Nach Rücksprache mit den jeweiligen Gastvereinen, wie der Klub betont.

Zuschauer, die sich nicht an die neuen Spielregeln für die Auswärtsspiele halten, sollen hart bestraft werden – sogar Kollektivstrafen für einzelne Fanclubs stehen bei Zuwiederhandlungen zur Diskussion. „Die Maßnahme wird wieder aufgehoben, wenn sich die gesamte Fanszene bei den verbleibenden Spielen der Saison 2016/2017 sowohl auswärts als auch am Tivoli friedlich und fair verhält“, heißt es abschließend.

Eine Maßnahme, die auch beim Verband auf viel Wohlwollen stoßen dürfte.

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