Alemannia: Graudenz und Behrens sichern nächsten Dreier

Von: Klaus Schmidt
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Jubel über den Siegtreffer: Eine ganze Reihe an Gelegenheiten ließ Kevin Behrens ungenutzt, ehe er Alemannias finales 2:1 gegens Bochum U23 köpfte. Foto: Wolfgang Birkenstock

Aachen. Gegen die Zweite Mannschaft des VfL Bochum zu gewinnen, das war zuletzt Standard in der Regionalliga West. Vornehmlich nach ruhenden Bällen hatte das Team die Tore kassiert, die zu fünf Niederlagen in Serie führten. Ein schöner Ansatz für Alemannia Aachen, reichlich Freistöße und Eckbälle herauszuholen.

Die gab es auch, aber man brauchte sie nicht. 2:1 gewannen die Schwarz-Gelben auch das zweite Heimspiel innerhalb von drei Tagen. „Spielerisch aufgrund der ersten Halbzeit und kämpferisch aufgrund der zweiten Halbzeit mehr als verdient“, sagte Tim Jerat. Den Blick auf die Tabelle (nur noch vier Punkte Rückstand auf Viktoria Köln) konterte der Mittelfeldspieler: „Wir tun gut daran, nur auf uns zu schauen.“ Auch Teil zwei der englischen Woche ging ohne Dennis Dowidat (anhaltende Leistenprobleme) und Aimen Demai über die Bühne. Der Kapitän hatte seine Wade noch am Spieltag einem Funktionstest unterzogen, musste aber erkennen, dass ein Einsatz erneut zu hoch gepokert gewesen wäre.

Die unveränderte Startelf machte ihrem Anführer keinen Kummer, im Gegenteil. Bis zur Pause erspielte sich Alemannia einen prächtigen Strauß bester Chancen und eine jenseits aller Diskussionen stehende Führung. Auffälligster Mann war dabei Kevin Behrens, der in jeder Erfolg versprechenden Situation Füße oder Kopf im Spiel hatte. Mit einer Balleroberung und Pass auf Rafael Garcia, der von rechts scheiterte, gab der Blondschopf das Startsignal zu einer dominant geführten Partie (5.). Nachdem Fabian Graudenz noch vertändelt hatte, zielte Behrens knapp vorbei (10.). Dominik Ernst scheiterte an Keeper Dornebusch, weitere zwei Minuten später (14.) grätschte Behrens den Ball am leer stehenden Tor vorbei. Dann ließ er sich den Ball einschussbereit noch wegspitzeln.

Vom Rückstand unbeeindruckt

Es kam dann wie so oft in solchen Spielen. Der Gegner verirrte sich ein Mal in Strafraumnähe und traf. De Meo startete von der Mittellinie ein Solo, ließ vier Aachener stehen und überwand Frederic Löhe mit einem Distanzschuss (19.). Die Wirkung von K.o.-Tropfen blieb aber aus. Unbeeindruckt marschierte Alemannia weiter, Dornebusch kratzte einen Flachschuss von - natürlich - Behrens um den Pfosten, ehe Bastian Müller den Blick für den allein gelassenen Graudenz hatte. Vom Innenpfosten sprang der Ball über die Linie, Ausgleich nur fünf Minuten nach dem Rückstand.

Von Bochum wurden bis zur Pause zwei nette Versuche von Sulejmani und Gulden überliefert, die tatsächlich in die Kategorie Torschüsse fielen. Der spielerischen Klasse Alemannias hatte der VfL nichts entgegenzusetzen. Aachens Umschaltspiel lief vor allem dank der Relais-Station Jerat-Lünenbach-Müller nahezu ohne Störungen, die nächste Welle brachte die überfällige Führung. Garcias Flanke wischte Behrens mit der Stirn aus kurzer Distanz über die Linie, wie zuvor Graudenz markierte die Nummer 20 das dritte Saisontor (30.).

Der VfL kam ein paar Minuten früher und mit zwei neuen Leuten wieder aus der Kabine, ein gewisser Elan war nun zu erkennen, um die sechste Niederlage in Folge „mit allen Mitteln zu vereiteln“, wie es Trainer Thomas Reis angekündigt hatte. Alemannia blieb wachsam, ließ den Gast ein bisschen rumtoben und lauerte auf die Chance zur Entscheidung. Graudenz bediente Müller, der zog von der Strafraumgrenze ab und zwang Dornebusch zur nächsten Rettungstat (60.).

Vor 6000 Zuschauern brachte Schiedsrichter Maibaum Unruhe ins Spiel, er fand Gefallen an der Gelben Karte und besorgte Alemannias Vizekapitän Peter Hackenberg eine Sperre für das Spiel in Oberhausen. Dann wurde tatsächlich Frederic Löhe gefordert, als Göttel neun Minuten vor Schluss eine veritable Chance auf dem Fuß hatte. „Das Spiel von Samstag war schon kräftezehrend“, sagte Trainer Peter Schubert. „Aber wir sind nach hinten stabil geblieben.“ 

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