Alemannia: Gemeinsame „Schatzsuche“ nach 2,5 Millionen Euro

Von: Christoph Pauli
Letzte Aktualisierung:
15199008.jpg
Alemannias designiertes Präsidium: Carsten Laschet (von links), Johannes Delheid, Martin Fröhlich und Thomas Gronen stellten sich bei der Fan IG vor. Björn Jansen fehlte urlaubsbedingt. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Zu Beginn des Abends wurde die Schatzsuche ausgerufen. „Ich würde dann doch gerne mal heute Abend etwas über diesen geheimnisvollen Sponsor erfahren“, teilte Johannes Delheid mit. Der Jurist gehört zum fünfköpfigen Team um den designierten Vorsitzenden Martin Fröhlich, das sich am Donnerstagabend bei Alemannias Fan-IG vorstellte.

Natürlich ging es dabei auch um die 2,5 Millionen Euro, die das Team 2 um Horst Rambau erst ins Gespräch brachte, nachdem es hastig seine Kandidatur wieder zurückgezogen hatte. Delheid hatte keine großen Hoffnungen, dass er an diesem Abend noch auf Geld stoßen könnte. „Es gibt diesen Spender überhaupt nicht“, vermutete er. Und mehr noch: Die lancierte Nachricht von der verschmähten Millionengabe habe dem Verein bei seiner mühsamen Sponsorensuche deutlich geschadet.

Irgendwann meldete sich Dirk Trampen zu Wort. Der ehemalige Kandidat war eine Woche zuvor eingeladen worden, als das Team 2 an gleicher Stelle versuchte hatte, den Rückzug zu begründen. Trampen wiederholte seine Vorwürfe, man habe auf zwei Millionen Euro nur verzichtet, um den ungeliebten Horst Rambau zu verhindern. Der geheim gehaltene Spender hatte seine Gabe an die Person des Steuerberaters gebunden. Das er existiere, wollte Trampen an Eidesstatt erklären. Gescheitert seien alle Versuche, mit den anderen Kandidaten ins Gespräch zu kommen.

Es entspann sich ein Disput darüber, wer wann auf welche Einladungen nicht eingegangen war. Für das Publikum war das schwer nachvollziehbar. „Es gibt doch überhaupt keinen Grund, auf ein solches Angebot nicht einzugehen“, fasste Martin Fröhlich zusammen. „Wir fahren wegen ganz anderer Beträge durch die Region.“

Kandidat Carsten Laschet, im Team vorgesehen für überregionale Kontakte, verwies auf mögliche juristische Probleme, denn eine solche Millionengabe, die der gemeinnützige Klub wie angedacht über eine Kapitalerhöhung an die Sport GmbH weiterreichen könnte, sei sowohl für Alemannia als auch für den Spender „hochproblematisch“.

Mit im neuen Präsidium ist auch Thomas Gronen, der gerade am Tivoli das mühsame Geschäft der Sponsorenakquise betreibt. Gronen und Trampen jedenfalls hatten schon vor Wochen miteinander gesprochen, die Männer schätzen sich wohl, auch am Donnerstag wurde schnell eine Brücke gebaut. Für nächste Woche will Gronen bei Trampen gleich fünf Gesprächstermine hinterlegen.

Man kommt ins Gespräch. Auch mit dem Insolvenzverwalter Christoph Niering hat das Team Rambau inzwischen einen Termin vereinbart. Einen Tag nach der Präsidiumswahl am 5. September trifft man sich. Das Datum ist nicht pikant, denn ohnehin wolle der mögliche Spender das Geld erst zur Verfügung stellen, wenn die Insolvenz beendet ist.

Der Abend endete mit einem Versprechen. Sowohl Gronen als auch Delheid versprachen ihren Platz im Präsidium für Rambau zu räumen und dem unbekannten Spender ein Denkmal, wenn denn eines Tages die Millionen fließen.

Leserkommentare

Leserkommentare (4)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert