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Alemannia erteilt „Karlsbande“ erneutes Fahnenverbot

Von: bj
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Karlsbande Rauchbombem Pyro
Kurz vor dem Ligaspiel bei Viktoria Köln am letzten Freitag wurden im Umfeld der „Karlsbande“ Rauchbomben im Gästeblock gezündet und auf das Spielfeld geworfen. Screenshot: ZVA
Pyro Alemannia
Kurz vor dem Ligaspiel bei Viktoria Köln am letzten Freitag wurden im Umfeld der „Karlsbande“ Rauchbomben im Gästeblock gezündet und auf das Spielfeld geworfen. Screenshot: ZVA

Aachen. Das Spitzenspiel bei Viktoria Köln war noch nicht angepfiffen, da gab's schon den ersten Aufreger. Anhänger der „Karlsbande“ zündeten Rauchbomben im Gästeblock und warfen sie auf das Spielfeld. Für ein paar Minuten rückte der sportliche Aspekt der Begegnung in den Hintergrund, der Anstoß verzögerte sich. Und zum wiederholten Mal geriet die Alemannia abseits des Platzes in die Schlagzeilen.

Drei Wochen zuvor hatten „Fans“ der Alemannia im Beecker Waldstadion einen größeren Schaden verursacht: Auf einer Geraden waren alle Banden inklusive des Schienensystems aus der Verankerung gerissen worden. Der FVM-Pokalgegner der Alemannia holte einen Kostenvorschlag über 18.000 Euro für die Reparatur ein, Aachens Geschäftsführer Alexander Mronz erklärte sich bereit, auf einen Teil der Pokaleinnahmen zu verzichten. Über die exakte Summe vereinbarten beide Teams Stillschweigen.

Auf ihrer Homepage entschuldigte sich die Alemannia „für das Verhalten einiger Zuschauer“. Mronz sprach von einer „unschönen Angelegenheit“. Am Freitag folgte der nächste unschöne Auftritt einiger schwarz-gelber Anhänger, die Reaktion der Alemannia ließ diesmal fünf Tage auf sich warten: Der Verein hat der „Karlsbande“ ein Fahnenverbot für Spiele auf dem Aachener Tivoli erteilt.

„Das Mitführen, Aufhängen und Präsentieren von Zaun-, Schwenk- und Blockfahnen, Bannern, Spruchbändern, Transparenten und Doppelhaltern mit Schriftzug oder Logo der Karlsbande Ultras/KBU ist auf dem Tivoli wieder verboten“, erklärte die Alemannia auf ihrer Homepage. Der Klub hatte der „Karlsbande“ im September zunächst genehmigt, ihre Banner wieder in der Heimstätte zu zeigen, was damals auf großes Unverständnis gestoßen war. Polizeipräsident Dirk Weinspach knöpfte sich die Alemannia persönlich vor und übte harsche Kritik an der Rehabilitierung der „Karlsbande“. Von „einem falschen Zeichen zur falschen Zeit“ war die Rede.

Ein Zeichen setzte die Alemannia am Mittwoch. Auch die anderen Ultragruppen, die an den letzten Pyrotechnikaktionen beteiligt waren, müssen nach Vereinsangaben bei wiederholten Vorfällen mit Sanktionen rechnen. Zudem teilt der Klub mit, dass die Täter, die beim Auswärtsspiel in Oberhausen eine Rauchbombe gezündet haben, mittlerweile ermittelt wurden. Die Alemannia wird Schadenersatzansprüche gegen die Personen juristisch geltend machen.

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