Aachen - Alemannia: Erst Brauer aus Essen, dann Kefkir aus Bochum?

Alemannia: Erst Brauer aus Essen, dann Kefkir aus Bochum?

Von: Klaus Schmidt
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Der kann was vorzeigen: Timo B
Der kann was vorzeigen: Timo Brauer, Niederrhein-Pokalsieger mit Rot-Weiß Essen, wird Alemannias erster Zugang. Foto: imago/Revierfoto

Aachen. Das Handy von Uwe Scherr stößt in diesen Tagen an die Grenzen seiner Kapazität, die Mailbox läuft über. Berater melden sich bei Alemannia Aachens neuem Manager und bieten ihre Klienten feil, natürlich alles tolle Kicker, „nur leider”, sagt Scherr, „möchten die Berater auch Geld”.

Daran wird der Wechsel von Timo Brauer (Rot-Weiß Essen) an den Tivoli nicht mehr scheitern: „Es sieht sehr gut aus”, Aachens Sport-Geschäftsführer erwartet „zeitnah eine Entscheidung”. Für wenige Minuten wurde der Transfer am Freitagabend auch schon auf der Homepage der Alemannia öffentlich gemacht, bevor die Nachricht wieder gelöscht wurde. Beim kommenden Drittligisten soll Brauer laut diverser Medien einen Zweijahresvertrag unterschrieben haben.

Als zweiter Profi nach Aimen Demai hat Seyi Olajengbesi seinen Vertrag verlängert. Der Innenverteidiger, seit Januar 2008 am Tivoli, bleibt zwei weitere Jahre; der Kontrakt gilt für 3. und 2. Liga. „Seyi ist uns in den Gesprächen unheimlich entgegengekommen, weil er unbedingt bei Alemannia bleiben wollte”, sagt Scherr. Positiv ist die Tendenz auch bei Thomas Stehle nach „einwandfreien Gesprächen”, in denen Alemannias Dienstältester seinen „sehr guten Charakter” bewiesen habe.

Albert Streit, der einer der „Leitwölfe” des neuen Teams sein soll, hat sich Bedenkzeit erbeten. „Bis Mittwoch werde ich eine Entscheidung treffen”, sagt der 32-Jährige. „Es würde mir sehr schwer fallen, schon wieder zu gehen. Ums Geld gehts nicht. Aber es sind Alternativen da, höherklassig und sportlich reizvoll.” Uwe Scherr telefonierte am Freitagmorgen nochmal ausführlich mit dem Mittelfeldspieler, erwartet aber „bis Montagabend, spätestens Dienstag” eine Aussage Streits. „Sonst ziehe ich mein Angebot zurück.”

Odonkors Verbleib „unrealistisch”

Die Personalie David Odonkor hat der Manager noch einmal unter sportlichen Aspekten neu aufgerollt. „Wenn man das mal gegenüber stellt: wie viele Tore gemacht, wie viele vorbereitet und wie viele verhindert? Da ist nicht so viel.” Da gebe es Jüngere . . . Scherr kommt zu dem Schluss: Vertragsverlängerung „eher unrealistisch”. Auch Kevin Maek, ein Jahr lang verletzt, sollte zunächst an der Krefelder Straße gehalten werden. Die Wege trennen sich nun. „Wir sind uns nicht einig geworden”, sagt Scherr. Finanziell.

Bis Montag kann sich noch Mario Erb zum Vertragsangebot erklären. Zu Wochenbeginn hat Uwe Scherr Termine mit David Hohs, Manuel Junglas, überraschend auch mit Kim Falkenberg „und einem Wunschspieler” vereinbart. Der potenzielle zweite Zugang nach Timo Brauer soll ablösefrei vom VfL Bochum kommen. Erster Kandidat: Linksaußen Oguzhan Kefkir, dessen Vertrag an der Castroper Straße ebenso ausläuft wie der von Philipp Bönig, Matias Concha (beide Abwehr) und Giovanni Federico (Mittelfeld).

Alper Uludag steht unterdessen vor einem Umzug nach Bayern. Der FC Ingolstadt soll neuer Klub des Türken werden.
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