Alemannia erarbeitet sich 1:0-Sieg gegen Köln II

Von: Christoph Pauli
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Der Sieg an diesem Samstag war glanzlos: Alemannia hat sich das 1:0 gegen Köln II erarbeitet. Foto: Ratajczak

Aachen. Die Anzeigetafel musste nicht verändert werden, auch das nächste Heimspiel gewann Alemannia Aachen mit 1:0, Torschütze auch diesmal: Kevin Behrens. Der Erfolg gegen den 1. FC Köln II versprühte diesmal keinen Glanz, die drei wichtigen Punkte wurden redlich errackert.

Beobachtet wurde die Partie von 9800 Zuschauern – der zweitbeste Tivoli-Besuch in dieser Spielzeit.

Trainer Peter Schubert musste kurzfristig sein Erfolgsteam der Vorwoche umbauen, Tim Jerat meldete sich mit einer Blockade im Rücken ab, ihn ersetzte Bastian Müller. Die Mannschaft übernahm schnell die Kontrolle gegen den spielstarken Nachwuchs des Bundesligisten.

Möglichkeiten blieben aber so rar wie Sonnenstrahlen an diesem Nachmittag. Auch ein Dutzend ruhender Bälle gaben der Mannschaft in der ersten Halbzeit wenig Rückenwind. Die große Schärfe und Entschlossenheit fehlte den Aachenern.

Das Tor des Tages war aber durchaus spektakulär. Viktor Maier war auf den rechten Flügel ausgewichen, ein kurzer Blick, eine präzise Flanke – und dann flog Sturmpartner Kevin Behrens heran. Der Angreifer löste sich geschickt aus dem Windschatten von Jannis Nikolaou, und auch diesmal war sein Kopfball nicht zu parieren. Sein Team führte nach 24 Minuten mit 1:0. Aachen ließ Ball und Gegner weiter laufen, aber das Spiel in die Tiefe war nicht so gut an diesem Tag, die Angreifer blieben weitgehend anonym.

„In der ersten Halbzeit haben wir noch recht ordentlich auf den Ball achtgegeben“, analysierte Peter Schubert am Ende des Tages. „Das haben wir im zweiten Durchgang nicht mehr gemacht.“ Seine Mannschaft schluderte im Spielaufbau, vertändelte viele Bälle leichtfertig. Das Team wirkte zunehmend müder. „Wir trainieren seit Wochen auf tiefen Böden, es fehlt ein bisschen die Frische“, gab Kapitän Aimen Demai zu Protokoll. Der Vorwärtsgang klemmte, also zog sich die Mannschaft zurück, um den knappen Erfolg zu verteidigen.

Ein Mann rückte in den Fokus, der die ersten 70 Minuten auch ohne Auswirkung bei seinen Freunden auf der Tribüne hätte verbringen können. „Für einen Torwart sind das die schwierigsten Spiele“, zitierte Frederic Löhe später Oliver Kahn. Die Phase der Arbeitslosigkeit endete spektakulär. Löhe lenkte einen Kopfball von Marius Laux prächtig über das Tor (71.). Es war nicht die einzige „parade de luxe“ des Schlussmanns. Fünf Minuten später schnellte er den rechten Fuß nach einem Schuss von Arnold Budimbu heraus, den Nachschuss knallte Andre Wallenborn ins Fangnetz.

Die Kölner waren am Ende mit drei A-Jugendspielern unterwegs. Die zweite Halbzeit ging an die Gäste. „Wir haben Aachen einen tollen Fight geliefert, hatten die besseren Chancen, aber nicht das Glück des Spitzenreiters“, reiste Kölns Trainer Stephan Engels nicht einmal unzufrieden ab. Die beste Abwehr der Liga taumelte, aber sie fiel nicht.

„Wir haben alles reingeworfen, was wir hatten“, berichtete Dominik Ernst von schweren, langen letzten Minuten. „Wir können in dieser engen Liga nicht jeden Gegner mit 4:0 aus dem Stadion pöhlen. Wir haben gewonnen, wieder keinen Gegentreffer kassiert. Alles gut“, sprach Matchwinner Löhe das Schlusswort.

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