Aachen - Alemannia: Entscheidung über Konsequenzen vertagt

Alemannia: Entscheidung über Konsequenzen vertagt

Von: Christoph Pauli
Letzte Aktualisierung:
funkel
In der Nacht zum Samstag schaute sich Friedhelm Funkel noch einmal das Spiel an. Besser wurde es wohl auch in der Wiederholung nicht, verkrampfte Aachener unterliegen Dynamo Dresden 0:1. Der Verein steht kurz davor, in der 3. Liga zu stranden.

Aachen. Es war der Tag des Telefons. Alemannias Aufsichtsrat telefonierte, suchte Rat, sammelte Informationen, dann schlossen sich die Herren telefonisch zusammen. Einige Gremiumsmitglieder sind in der letzten Nacht in den Urlaub gefahren. Aber abschalten lässt sich in dieser Situation kaum.

Die Ehrenämtler stehen vor einer gewaltigen Aufgabe. Sie wollen einen Strohhalm finden, um Alemannia vor dem aufziehenden Abstieg zu retten. Und auch diesmal gilt: Geld ist nicht da.

Bereits nach dem Spiel hatten die Männer sich noch ganz unter dem Eindruck des verlorenen Spiels gegen Dynamo Dresden am Unglücksort getroffen. Eine Entscheidung fiel nicht am Freitag und nach Informationen unserer Zeitung auch nicht am Samstag.

Das Gremium wägt ab, sondiert, hört nach. Wichtiger kann die Fragestellung für einen Verein nicht sein: Bekommt Friedhelm Funkel diese unfassbar harmlose Mannschaft doch noch in Schwung?

Zuletzt hatte es fünf Niederlagen gesetzt, und Fortschritte waren selbst mit der größen Vereinslupe nicht zu erkennen. Oder macht der nächste Trainerwechsel noch Sinn?

Das Gerücht hält sich, dass Ralf Aussem beim Spiel in Ingolstadt auf der Bank sitzen könnte. Dann vielleicht mit Erik Meijer. Bestätigt wurde diese Idee bis Samstagabend nicht.

Und natürlich wird im Verein auch über Erik Meijer nachgedacht, der diese abstiegsgeweihte Mannschaft zusammengestellt hat. Soll dem Manager noch einmal der Neuaufbau, der so oder so ansteht, anvertraut werden?

Die Mannschaft trabte am Samstagmorgen mit ihrem Co-Trainer Christoph John durch das Aachener Paulinenwäldchen. Cheftrainer Friedhelm Funkel musste diesmal aufgrund von Kniebeschwerden passen.

Er plante unterdessen die kommende Woche. Aufgeben ist keine Thema. „Niemals”, sagt Funkel. Über seinen Arbeitsplatz entscheiden andere, die auch die Finanzen des Vereins im Blick haben.

Nur ein paar Einzelgespräche führte der Cheftrainer, er ließ die enttäuschte Gruppe erst einmal in Ruhe. Der Sonntag ist frei, ein Abschalttag.

Ab Montag wird das Pensum wieder wie zuletzt erhöht. „Exotische” Maßnahmen sind nicht vorgesehen. „Es gibt keine Allheilmittel.” Es bleibt nur: „Wir müssen dieser Mannschaft einfach Vertrauen zukommen lassen. Wir brauchen diese Spieler.”

Vor diesem Hintergrund ärgert sich Funkel auch über die Einschätzung seines Managers, dass einigen Profis die Situation „am Arsch” vorbeigehe. „Das kann ich nicht gutheißen.”

Funkel kennt natürlich die Spekulationen. Viel sagen kann er dazu nicht. Seine generelle Einschätzung: „Aus meiner Sicht würde der Mannschaft ein weiterer Trainerwechsel nicht helfen.” Fortsetzung folgt am Sonntag.
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