Alemannia: Eklat weitet sich aus

Von: Klaus Schmidt
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Es wird unappetitlich am Tivoli: Am Mittwoch bezog Harald Heinen in einem mit seinem Rechtsanwalt abgestimmten Schreiben Stellung zu den Vorkommnissen am Montagabend während und nach der Zusammenkunft zur Vorstellung des neuen Alemannia-Chefcoachs Fuat Kilic. Foto: Marcel Decoux

Aachen. Die Ermittlungen laufen, Zeugen werden noch vernommen. Am Mittwoch nun bezog Harald Heinen in einem mit seinem Rechtsanwalt Christoph Contzen (Eschweiler) abgestimmten Schreiben detaillierter Stellung zu den Vorkommnissen am Montagabend während und nach der Zusammenkunft zur Vorstellung des neuen Alemannia-Cheftrainers Fuat Kilic.

„Ich will mein Verhalten mit dieser Erklärung nicht rechtfertigen, zumindest aber doch erklären“, teilt der fristlos entlassene Co-Trainer der U 19 mit, der Aachens Sport-Geschäftsführer Alexander Klitzpera am Montagabend körperlich angegriffen hatte. Heinen kündigte am Mittwoch an, seinerseits Strafanzeige gegen Klitzpera „wegen des Tatvorwurfes der Beleidigung“ stellen zu wollen.

Nach Darstellung Heinens, ehemaliger Profi-Torhüter bei Standard Lüttich, FC Seraing und beim Wuppertaler SV, entzündete sich der Streit an einer Aussprache über interne Vorgänge, die Heinen habe führen wollen. Philipp Kaß (Leiter des Nachwuchsleistungszentrums) und Klitzpera hätten darüber allerdings nicht sprechen wollen. Offenbar kam es zu einer verbalen Auseinandersetzung.

Nach der Zusammenkunft hätten Kaß und Klitzpera Heinen dann erklärt, „dass ich fristlos entlassen sei, weil ich sie im Rahmen der Versammlung als Lügner dargestellt hätte. Ich war zunächst sprachlos, sammelte mich und entgegnete nur, wie es denn sein kann, dass man jemanden als Lügner hinstellt, indem man nur berechtigte Fragen im Rahmen einer zuvor eingeforderten offenen Aussprache anlässlich einer Trainerversammlung stellt“.

Die Antwort sei gewesen, „dass ich immer ein Störenfried gewesen sei, den man nun entlassen habe. Ich möge meine Sachen packen“. Heinen habe Klitzpera daraufhin gesagt, „dass man hieran wunderbar sehen könne, wozu es bei Alemannia Aachen kommen kann, wenn man nach entsprechender Aufforderung offen miteinander redet“.

Nachdem er aus der Trainerkabine gekommen war, heißt es in Heinens Stellungnahme weiter, sei Heinen noch mal zu Klitzpera gegangen, um über die Sache zu sprechen. „Ich sagte ihm, dass ich mir die Entlassung nicht gefallen lassen und dass ich mich nicht (…) mundtot machen lassen werde“ und kündigte an, die Presse zu informieren. Auf diese Ankündigung hin habe Klitzpera ihn mit den Worten „dreckiger Belgier“ beleidigt.

„Daraufhin fasste ich Herrn Klitzpera, der mich durch diese Aussage wissentlich und willentlich bis aufs Blut provoziert  hat, an den Hals“, erklärte Heinen weiter. Es kam zur körperlichen Auseinandersetzung, „in deren Rahmen ich Herrn Klitzpera sicherlich im Gesicht traf“. Klitzpera sei weggelaufen und dabei gestürzt, so erklärten sich diverse Schürfwunden, die Klitzpera später im Krankenhaus behandeln ließ.

Auf Anfrage unserer Zeitung erklärte Alemannia Aachen am Mittwochabend, dass es die Äußerung „dreckiger Belgier weder an diesem noch an einem anderen Tag gegeben“ habe. Alexander Klitzpera selbst war am Mittwoch nicht bereit, Stellung zu Heinens Schreiben und den darin erhobenen Vorwürfen zu beziehen.

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