Aachen - Alemannia: Ein Langzeitvertrag für das Talent

Alemannia: Ein Langzeitvertrag für das Talent

Von: pa
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Soll bis 2018 am Tivoli bleiben: Alemannias Eigengewächs Tobias Mohr. Foto: sport/Krschak

Aachen. Leicht grinsend verließ Tobias Mohr das Büro des Sportdirektors. „Das ist schon ein großer Tag für mich“, gab Alemannias Mittelfeldspieler zu Protokoll. Am Tivoli hat der 19-Jährige gerade einen Drei-Jahresvertrag unterschrieben, der naturgemäß für die 3. und 4. Liga gilt. „Es ist mir eine Ehre, für diesen Verein zu spielen.“

Dieser Kontrakt bis ins Jahr 2018 macht Mohr zu dem Spieler im Kader mit der längsten Vertragslaufzeit. Ohnehin gehört der junge Mann schon zum Inventar beim Regionalligisten, er erlebt gerade die neunte „schwarz-gelbe“ Saison, nachdem er als Elfjähriger von Borussia Brand übersiedelte.

„Ich wollte nie weggehen. Ich fühle mich hier wohl, kenne viele Leute, kann mich entwickeln, habe sehr viel Spaß bei Alemannia.“ Entsprechend schnell und unkompliziert verliefen die Verhandlungen in den letzten zehn Tagen. Tobias Mohr brachte seinen Berater mit, dem er seit 19 Jahren enorm vertraut – seinen Vater. „Tobias hat eine sehr gute Entwicklung genommen, die noch lange nicht zu Ende ist“, prophezeit Sportdirektor Alexander Klitzpera.

Derzeit ist das Talent zum Zusehen verurteilt, die Achillessehne zwackt seit Wochen. In der nächsten Woche kehrt der Ur-Aachener vermutlich ins Mannschaftstraining zurück. Beim nächsten Auswärtsspiel am Samstag gegen Bochum II sitzt er nur auf der Tribüne. Für die Zweitbesetzung des Zweitligisten hat der Verein in dieser Woche die Sterbeurkunde ausgestellt. Im Sommer wird das Team aufgelöst, weil der siebenstellige Aufwand zu wenig Ertrag abgeworfen hat. „Wir wissen nicht, wie sich die Ankündigung auf die Mannschaft auswirken wird“, sagt Peter Schubert. Aber ohnehin neigt Alemannias Trainer mehr dazu, sich mit der eigenen Mannschaft zu beschäftigen.

Der entsperrte Aimen Demai wird den gesperrten Tim Jerat ersetzen, ansonsten steht keine große Rotation an, auch wenn die Mannschaft zuletzt zu sorglos zwei Punkte in Uerdingen vergeigte.

Die Aachener wechseln gedanklich den Wettbewerb. Die Herausforderungen in der Meisterschaft werden wie Pokalspiele angegangen. Der nächste Wettkampf ist immer der schwierigste, über den ersehnten großen Coup lässt sich zu gegebener Zeit immer noch reden...

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