Aachen - Alemannia: Duell der besten Defensiven im Spitzenspiel

Alemannia: Duell der besten Defensiven im Spitzenspiel

Von: Helga Raue
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Hofft auf seine Chance: Aachens quirlige Offensivkraft Mergim Fejzullahu fand sich nach drei Toren zu Saisonbeginn zuletzt nur auf der Bank wieder. Foto: imago/Dünhölter

Aachen. Eigentlich soll die Tabelle ja nicht lügen – tut sie aber doch. Denn wenn am Samstag Spitzenreiter Borussia Mönchengladbach II auf dem Tivoli aufschlägt, gastiert nicht etwa die beste Abwehr der Liga bei der – neben Dortmund II – zweitbesten. Sondern die beste erwartet die zweitbeste.

Neun Gegentore hat Alemannia Aachen in der Fußball-Regionalliga bisher verzeichnet, die Nachwuchsfohlen deren acht – exklusive der beiden Gegentreffer aus der Partie in Ahlen, die beim Stand von 3:2 abgebrochen wurde und mit 2:0 für das Team von Arie van Lent gewertet werden soll. Und das – nach der Korrektur der Tabelle – mit dann 30 Punkten aus zwölf Spielen eine beeindruckende Bilanz vorzuweisen hat.

„Wenn wir wieder mit einem kompakten Block verteidigen, haben wir eine Chance“: Nicht von ungefähr sieht Mergim Fejzullahu Aachens Chance in einer starken Defensive, denn – und da lügt die Tabelle nicht – die Gäste stellen nach der Wertung die dann zweitbeste Offensive der Liga.

„Mönchengladbach spielt souverän und konstant, ist wie der BVB keine typische U 23. Dass man immer wieder um den Aufstieg spielt, spricht für die Qualität der Ausbildung“, blickt Aachens Coach Fuat Kilic auch gleich schon einmal auf das nächste Spitzenspiel – ebenfalls auf dem Tivoli – gegen den Dortmunder Nachwuchs voraus. „Beide Teams haben klare Aufstiegsambitionen.“

Sechs Mal trafen Aachen und der Fohlen-Nachwuchs aufeinander – einmal siegten die Schwarz-Gelben, spielten drei Mal Remis. In der vergangenen Saison trafen sich die Teams auf Augenhöhe, trennten sich 1:1 bzw. 2:2, wobei das letzte Remis das erste Pflichtspiel für Kilic nach der Winterpause mit seinem damals neuen Team war.

Vor allem die Konstanz sieht Aachens Coach als Pfund, mit dem der Tabellenführer wuchern kann. „Konstanz hat mit Nachhaltigkeit zu tun. Der Stamm ist zusammengeblieben, auch wenn einige Akteure zu Zweitligisten gewechselt sind. Das spricht für die Arbeit, die geleistet wird. Zudem wurden die Abgänge adäquat und ohne Qualitätsverlust ersetzt“, so der 43-Jährige. „Die Gäste spielen mit viel Tempo. Für uns geht es darum, nicht in Angst zu erstarren, sondern unsere Chance zu suchen und selbstbewusst aufzutreten.“

In Sachen Aufstellung hält sich Kilic, der ohne Personalsorgen ins Spiel Fünfter gegen Erster geht, gewohnt bedeckt. Nur „Dauerpatient“ Joy-Lance Mickels fehlt weiterhin. „Die Mannschaft hat das zuletzt doch super gemacht, da gibt es keinen Grund zu rotieren“, würde Fejzullahu eine Aufstellung wie beim 1:1 in Verl favorisieren. Auch wenn er sich selbst dann auf der Bank wiederfinden würde.

„Zuletzt gab es bei mir einen kleinen Bruch. Aber wenn meine Chance kommt, werde ich alles tun, um der Mannschaft zu helfen“, so die 22-jährige Offensivkraft, die – in den ersten neun Partien Stammkraft – in den weiteren vier Spielen nicht zum Zug kam. Mit drei Treffern hatte sich der Sommerzugang, der am liebsten über die linke Seite kommt, gut eingeführt.

Acht Jahre lang hatte er zuvor bei Fortuna Düsseldorf gespielt, doch als er eine Chance im Zweitliga-Team bekommen sollte, warf ihn eine Verletzung zurück. „Nach acht Jahren war es dann auch Zeit für einen Tapetenwechsel“, so Fejzullahu, der aus Solingen stammt und immer noch dort lebt. Ein schneller, quirliger Stürmer könnte gegen Mönchengladbach von Vorteil sein, denn „wir müssen sehen, wie wir Gladbachs Defensive knacken können“.

Mögliche Aufstellung: Nagel - Winter, Propheter, Löhden, Haitz - Mohammad, Staffeldt - Ernst, Dowidat, Mohr - Suzuki

Schiedsrichter: Dr. Lennart Brüggemann (Mesum)

Bilanz: 6 Spiele/1 Sieg/3 Remis/2 Niederlagen/6:11 Tore

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