Aachen - Alemannia: Die Saison der Falter-Mannschaft ist gesichert

Alemannia: Die Saison der Falter-Mannschaft ist gesichert

Von: Christoph Pauli
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Aachen. Und dann gibt es in trüben Zeiten eine richtig gute Nachricht am Tivoli. „Der TSV kommt im Dezember über die Runden“, sagt Helmut Kutsch.

Alemannias Vizepräsident hat in den letzten Wochen eifrig Geld eingeworben. Denn auch dem Mutterverein geht es nicht gut. Das ist eine schlechte Tradition in den letzten Monaten eines Jahres, wenn die Reserven aufgebraucht sind. Erst Anfang des Jahres, wenn die Mitgliedsbeiträge fließen, entspannt sich die Lage für den Altverein.

Dessen Situation hatte sich durch die Insolvenz der Sport-GmbH noch verschärft. Durch die „Kollekte“ von Kutsch & Co. kommen nun aber auch die Abteilungen über die Runden. „Die Saison der Volleyball-Abteilung ist gesichert“, stellt Kutsch fest. „Wir wissen, dass wir uns auf das Wort von Helmut Kutsch verlassen können“, reagierte Volleyball-Abteilungsleiter Helmut Maubach erleichtert auf die Finanzierungszusage.

Dem Frauen-Bundesligisten war im Sommer vom Präsidium ein bislang üblicher Zuschuss von 70 000 Euro zugesagt worden, der noch ausstand. Allerdings herrscht im Präsidium weitgehend Einigkeit darüber, dass das Aushängeschild des Klubs zum letzten Mal derart gefördert werden kann. Die Abteilung muss sich ab der nächsten Saison selbst tragen. „Es war ein hartes Stück Arbeit, aber wir sind stolz, dass wir das geschafft haben“, sagt Kutsch.

Keine Unterstützung für den TSV sei bislang von Meino Heyen gekommen, bestätigt Kutsch. Der Ex-Präsident hatte bei mehreren Sitzungen – so berichten übereinstimmend Teilnehmer – finanzielle Hilfe für den TSV mit den Worten angekündigt: „Der Verein darf nicht sterben!“ Geld geflossen sei bislang noch nicht, sagt Kutsch.

Gerettet ist der Hauptgesellschafter der Sport-GmbH trotz der kurzfristigen Spenden noch nicht. Über dem Verein schwebt das Damokles-Schwert des Kölmel-Prozesses. Der Rechtehändler hatte dem Verein 1999 ein Darlehen gewährt, als die Not schon einmal groß war. Jetzt beharrt Michael Kölmel auf Rückzahlung. Alemannia argumentiert, dass die Summe längst durch Werbemaßnahmen abgegolten sei. Dieser Rechtsauffassung schloss sich auch die 9. Zivilkammer am Aachener Landgericht im letzten Jahr an. In der Berufungsverhandlung vor dem OLG Köln könnte das Urteil gekappt werden. Die Richter des Senats haben nach der Beweisaufnahme mit einigen Ex-Präsidenten eine Einigung der Partien auf eine Summe von 500 000 Euro angeregt. Alemannia verfügt weder über diese Summe, und schon gar nicht über die geforderten 1,8 Millionen Euro. Der Verein lässt es auf ein Urteil ankommen, das Anfang Februar gefällt werden soll. „Ich bin zuversichtlich, dass wir diese Hürde überspringen“, sagt Kutsch. „Aber natürlich brauchen wir unverändert viele Helfer, um den TSV und die GmbH zu retten.“

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