Roetgen - Alemannia deutet zeitweise Spielfreude an

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Alemannia deutet zeitweise Spielfreude an

Von: Christoph Pauli
Letzte Aktualisierung:
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Erzielte für Alemannia Aachen den Premierentreffer der Saison 2015/16: Fabian Graudenz (Nr. 31), Roetgen neuer Torhüter Mark Hilgers, vom VfL Vichttal zu FC gekommen, ist machtlos. Foto: Jérôme Gras

Roetgen. 102 Jahre musste der Verein alt werden, ehe Alemannia Aachen das erste Mal beim FC 13 Roetgen vorbeischaute. Die Partie zwischen dem A-Kreisligisten und dem Regionalligisten verlief dann erwartungsgemäß einseitig, mit dem Ergebnis kann sich der ehrgeizige Gastgeber schnell anfreunden.

Alemannia gewann das erste Testspiel der Saison vor etwa 800 Zuschauern mit 5:1.

„Mit der ersten Trainingswoche bin ich uneingeschränkt, mit dem Spiel nur bedingt zufrieden“, bilanzierte Aachens Coach Christian Benbennek nach den ersten sieben Tagen am Tivoli. Je länger diese erste Partie andauerte, desto unzufriedener wurde der 42-Jährige, weil seiner Mannschaft ein bisschen die Ideen gegen gut verteidigende Hausherren ausgingen. „Mit dem Ergebnis bin ich natürlich sehr zufrieden. Fußballerisch war das von unserer Seite nicht so spektakulär, aber gegen ein vier Klassen besseres Team, haben wir natürlich verstärkt auf die Defensive gesetzt“, bilanzierte sein Kollege Frank Küntzeler. „Das hat gut geklappt, ein bisschen Euphorie werden wir mitnehmen können in die Saison.“

In der ersten Halbzeit deutete der Regionalligist, der noch am Morgen trainiert hatte, seine Spielfreude durchaus an. Aus schnellen Ballstafetten wurden ausreichend Chancen herausgespielt. Roetgens Neuzugang Mark Hilgers (bislang VfL Vichttal) glühten schnell die Handschuhe, der neue Torwart feierte einen starken Einstand. Bis zum 0:1 in der 26. Minute hatte er schon viel Unheil verhindert.

Alemannias Premierentreffer der Saison 2015/16 war natürlich ein Fall für den Torjäger: Fabian Graudenz staubte ab. Auch der nächste Treffer zwei Minuten später war eine Premiere: Peter Hackenberg erzielte nach einem Kopfball seinen ersten Treffer für die Schwarz-Gelben (28.). Das dritte Tor steuerte Maciej Zieba bei (33.). „Er ist sehr schnell in Tritt gekommen“, freute sich Benbennek über einen der kleinen Gewinner der ersten Trainingswoche.

Den Kleinkunstpreis des Tages sicherte sich allerdings ein Roetgener. Alex Keller sah, dass Keeper Philip Sprint zu weit vor seinem Gehäuse flanierte. Der Neuzugang vom SV Breinig überwand den Torwart mit einem gekonnten Lop.

Die Trainer wechselten resolut durch in der Halbzeit, aber auch das Tempo des ersten Durchgangs blieb in der Kabine. Die verjüngte Aachener Mannschaft fand nur noch selten Lücken im Roetgener Sperrriegel. Hasani (72.) und Rüter (80.) schraubten das Ergebnis auf 1:5. „Wir haben uns gut präsentiert“, trat Benbennek zufrieden die kurze Heimreise an.

Eine Planstelle soll noch mit einem erfahrenen Torjäger besetzt werden. Ronny König war ein Kandidat. Der Mittelstürmer stieg gerade mit Darmstadt 98 auf, aber der neue Bundesligist löste den Vertrag mit seinem robusten Angreifer auf. Alemannia verhandelte nach Informationen dieser Zeitung intensiv mit dem 32-Jährigen, der sich letztlich für die Rückkehr in seine Heimat entschied. Der Sachse unterschrieb beim FC Chemnitz.

Für die Aachener Profis endet die Zeit auf dem ungeliebten Kunstrasen. Nach zwei trainingsfreien Tagen wird die Vorbereitung ab Dienstag auf dem Naturrasenplatz fortgesetzt. Die Amateure dagegen bekamen nach der gelungenen Vorstellung gleich zwei Wochen fußballfrei. Sie werden nun wie geplant die Sommerpause fortsetzen . . .

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