Alemannia: Der Frust nach dem Pokal-Aus sitzt tief

Von: pa
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„Wir waren top vorbereitet“, sagte Philipp Gödde. Foto: Birkenstock

Aachen. Die Stunden nach dem Spiel waren ein bisschen trostlos. „Auf Fußball hatte ich keine Lust mehr“, sagt Fuat Kilic. Entgegen seiner Gewohnheiten beschäftigte sich Alemannias Trainer nicht weiter mit dem vergangenen Spiel. Er wollte abschalten, zur Ruhe kommen. Der Frust saß tief nach dem überflüssigen Pokal-Aus gegen Fortuna Köln.

„Es war der Tag, an dem wir den Favoriten hätten schlagen können“, stellte der Trainer auch am Morgen danach fest. Das Team hatte viele gute Ballgewinne, ausreichend Chancen, „aber wir machen zu wenig daraus“, klagte Kilic nicht zum ersten Mal.

Ein einziger Freistoß reichte dem nicht sonderlich überzeugenden Drittligisten aus, um ins Viertelfinale einzuziehen. In der Mauer zog Tobias Haitz den Kopf ein und wusste später selbst nicht mehr, wie es zu dem Reflex kam. Seinen Torhüter Philip Sprint sprach der Trainer auch nach Ansicht der Bilder von jeder Schuld frei.

Die Mannschaft zeigte ein gutes Spiel. „Wir waren top vorbereitet“, sagte Philipp Gödde, aber sie belohnte sich nicht. Für Jerome Propheter hat die Partie gleich mehrere Auswirkungen. Nicht nur Kassenwart Tobias Mohr erwartet nach dessen Gelb-Roter Karte die übliche „Spende“. Der Innenverteidiger ist auch - ebenso wie Dominik Ernst - für die Liga-Partie am Dienstag gegen Siegen gesperrt.

Vorbei ist die Chance, im Pokal dringend benötigte weitere Einnahmen durch weitere Pokalpartien zu generieren. Nur 2800 Zuschauer kamen zum Tivoli. „Das war schon enttäuschend für so ein Spiel gegen den Favoriten“, sagt Kilic, der auch dem 19-minütigen Stimmungsboykott vieler Fans nichts abgewinnen konnte. „Das war nicht besonders förderlich für die Mannschaft.“

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