Alemannia: Deptas Premiere verläuft unglücklich

Von: Christoph Pauli
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Keine Chance, den Ball unter Kontrolle zu bekommen: Alemannias Daniel Hammel (dunkles Trikot) wird abgeblockt. Foto: Jérôme Gras

Bonn. Sein Debüt hatte sich Alemannias Mark Depta anders vorgestellt. Kurzfristig rückte der junge Mann ins Tor. Am Ende unterlag seine Mannschaft beim Bonner SC mit 0:4. Für den 19-Jährigen war es kein großer Trost, dass er schuldlos an der Niederlage war. „Auch wenn ich kein allzu schlechtes Spiel gemacht habe, ist das natürlich ein bitteres Ergebnis“, sagte Depta enttäuscht.

Alemannia lieferte nur eine schwache Vorstellung am Freitagabend im Bonner Sportpark ab und kassierte zu Recht die höchste Saisonniederlage. „Bonn war gieriger, williger und aggressiver. Wir wollten nur kicken. Das funktioniert in dieser Liga nicht“, stellte Alemannia-Coach Fuat Kilic hinterher fest.

Mergim Fejzullahu hatte sich erwartungsgemäß in die Startformation mit zwei schönen Treffern gegen Wiedenbrück geschossen. Florian Rüter fehlte, weil der Oberschenkel leicht gezerrt ist.

Kleine Grippeepidemie

Kilic musste seine Mannschaft stärker verändern, als er geplant hatte, weil noch eine kleine Grippeepidemie ausgebrochen war. So nahm Philipp Gödde erst einmal auf der Bank Platz. Die Änderung im Tor hatte eine andere Ursache, Pascal Nagel sagte nach einem letzten Test am Spieltag mit einer Wadenblessur ab.

Sein Vertreter Depta hatte zunächst noch Glück, als eine scharfe Hereingabe von Adis Omerbasic durch seinen Fünfmeterraum pfiff, ohne dass sich ein Abnehmer fand. Danach bekam der Torwart den Ball minutenlang nur noch aus der Ferne zu sehen, das Spiel verlagerte sich ins Mittelfeld. Die Zweikampfdichte war hoch, die Ballverlustquote ebenfalls, das Spiel bekam lange Zeit keinen Rhythmus.

Zudem war auch der holprige Platz kein Verbündeter der Spieler. Aachens Spiel nach vorne hatte eine große Streuung. Nach der ersten sehenswerten Kombination spielte Tobias Mohr Fejzullahu frei, der scheiterte aus spitzem Winkel am Bonner Torwart Martin Michel (12.). Die Gäste erarbeiteten nur noch „Halbchancen“. So bekam Mohr eine präzise Flanke von Lance Mickels im Strafraum nicht unter Kontrolle (32.).

Der Aufsteiger ist schnell berühmt geworden für seine Offensivqualitäten. „Da kommt einiges auf uns zu. Für uns gilt es, das offensive Quartett der Bonner zu neutralisieren und taktisch vernünftig zu reagieren“, hatte Kilic vor dem Anpfiff gesagt. Lucas Musculus – bislang 16 Saisontore – gab zunächst nur eine Kostprobe seiner Qualität ab. Aus 17 Metern traf er das Außennetz (24.).

Die Partie schmeckte nach einem torlosen Remis zur Pause. Dass es bedeutend anders kam, daran wirkten die Aachener entscheidend mit. Einen Eckball wehrten sie zentral in die Mitte ab. Dario Schumacher bedankte sich für die Vorlage mit einem kernigen Fernschuss in den Winkel (41.). Depta war chancenlos. Sein Ärger war noch nicht verraucht, da stand es bereits 2:0, und wieder stand Aachens Abwehr brav Spalier, als Kevin Lunga sich durchsetzte und den nächsten Treffer nur zwei Minuten später erzielte (43.).

Dann war Pause, aber was auch immer sich das Team vorgenommen hatte, war schnell hinfällig. Lunga umdribbelte Aachens Abwehrspieler, als seien sie Parkuhren, Propheter beendete den Slalomlauf mit einem Foul. Ergebnis: Der Innenverteidiger sah die (fünfte) Gelbe Karte, Musculus verwandelte den Strafstoß sicher zum 3:0 (47.).

Damit war die Messe gelesen, auch wenn Kilic noch ein paar Stürmer einwechselte. Depta verhinderte mit einem Reflex noch ein Eigentor von Dominik Ernst(79.). Dann rettete der Pfosten nach einer weiteren Einlage von Lunga (80.).

Am Ende eines enttäuschenden Abends für die Aachener stand es 0:4, weil Musculus eine der vielen Chancen in der Schlussphase noch nutzte (81.).

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