Alemannia: David wachsen Muskeln

Von: pa
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Robert Leipertz
Zieht in der kommenden Saison nicht mehr für die Alemannia ab: Robert Leipertz geht nach Schalke.

Aachen. Ein Blick ins Wartezimmer der Krankenstation: Dort halten sich seit Monaten bereits Sascha Rösler, Thomas Stehle und Aimen Demai auf. Seit Montag steht fest, dass auch der unglückliche Florian Müller mit seinem Knorpelschaden ewige Zeiten ausfallen wird.

 Timo Brauer fehlt mit einem Muskelfaserriss ebenso wie Timmy Thiele, dessen Rücken zwickt. Armand Drevina ist gesperrt, der Einsatz von Robert Leipertz unsicher (Hüftprobleme). Alemannias ausgedünnter Kader ist noch ausgedünnter, und es wartet am Freitagabend mit dem Karlsruher SC die größte Herausforderung der 3. Liga. Goliath ist in den vergangenen Wochen immer größer geworden, hat zehn Mal in Serie gewonnen, zuletzt remis gegen Bielefeld gespielt. Aber auch David sind überraschend schnell die Muskeln gewachsen in den vergangenen Wochen. Alemannias Pfadfinderjugend ist auf einen guten Weg eingebogen. 

Trainer René van Eck hätte dennoch ausreichend Grund, bei seiner chronischen Personalmisere an der Klagemauer zu stehen. Aber kein Mikrogramm Schmerz und Wehklagen ist zu spüren. „Wir sind gut drauf, wir wollen spielen“, sagt der Niederländer.

Philipp Simon und Denis Lang sind die nächsten Amateure, die hochgezogen werden. Niemand käme auf die Idee, nur mit einer Panflöten-Kombo die Zauberflöte aufzuführen. Aber bei Alemannia findet gerade ein solches Zwangsexperiment statt. Und nicht nur Uwe Scherr staunt über die ersten Töne, die viel besser klingen, als befürchtet. „Wenn man den Spirit dieser Mannschaft sieht, kann man ins Schwärmen kommen“, urteilt der Manager.

„Ich bin überrascht, dass das Team schon so konstant ist“, sagt van Eck. „Sie ziehen ihr Ding durch, lassen sich nicht aus der Ruhe bringen. Das ist auch fußballerisch imponierend.“ Alemannia hat wieder eine Vollgas-Mannschaft. „Diese Gruppe wird wieder an ihre Grenzen gehen, sie wird alles aktivieren“, kündigt Manager Uwe Scherr an. Wartet da nicht ein übermächtiger Gegner am Freitag, der schon der Mannschaft „Vorrunde“ die Grenzen aufgezeigt hat? „Wir haben nichts zu verlieren, wir können nur gewinnen“, sagt Scherr.

Denis Pozder wird erstmals nach seiner Verletzung wieder in der Startformation stehen, Sascha Marquet könnte auf die rechte Seite geschoben werden. Mindestens 10.000 Besucher erhofft sich der Trainer beim Flutlichtspiel. Das wäre auch eine Form von Bestätigung der Arbeit der letzten Wochen.

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