Alemannia-Coach fordert Punkte

Von: Helga Raue
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Erneut ein Kandidat für die Startelf: Tim Lünenbach (links) agierte in Essen stark. Foto: sport/Revierfoto

Aachen. Diese Szene sieht Peter Schubert heute noch genau vor sich: Zuerst scheitert Rafael Garcia am gegnerischen Keeper, der Nachschuss prallt gegen den Pfosten, von wo aus der Ball Nazim Sangare vor die Füße kullert. Doch der scheitert vor dem leeren Tor mit gleich zwei Schüssen aus zwei Metern am auf dem Boden liegenden Jens Langeneke – der später den Siegtreffer für Fortuna Düsseldorf II erzielte.

Noch ärger kam es im Rückspiel auf dem heimischen Tivoli, als Aachen „gefühlte zehn Chancen“ vergab und zum Schluss durch einen Blackout von Frederic Löhe den einen Punkt aus der Hand gab. „Düsseldorf ist einer von vier Gegnern, gegen die wir in der vergangenen Saison nicht gepunktet haben. Es ist Zeit, das zu ändern!“, fordert Peter Schubert unmissverständlich.

Vierter gegen Dritter, beide unbesiegt und mit je sieben Punkten ausgestattet – die heutige Regionalliga-Partie ist schon ein Spitzenspiel. Bereits um 13 Uhr wird das Spiel der Alemannia gegen die Reserve aus der Landeshauptstadt angepfiffen, und 4300 Tickets wurden bis Freitag bereits abgesetzt, so dass die 8000er-Grenze wohl wieder geknackt werden kann. Mit Düsseldorf II kehrt auch Nazim Sangare an den Tivoli zurück, der bisher in allen drei Partien seines neuen Klubs in der Startelf stand und in Lotte sogar traf. Noch keine Einsatzzeit erhielt bisher sein früherer und heutiger Teamkollege Marvin Ajani.

Spiel- und laufstarker Gast

Wie vergangene Saison ist Düsseldorf gut aus den Startlöchern gekommen, kassierte am vergangenen Spieltag erst in der Nachspielzeit den Ausgleich. „Das ist aktuell die stärkste Reserve-Mannschaft in der Liga. Bisher hat sie überzeugend agiert, verfügt über die Qualität, ein Spiel auch nach Hause zu bringen. Und ich sehe sie vom Spielerischen her einen Tick weiter als Schalke II oder Köln II, das Team ist näher am Männer-Fußball als eine typische U 21“, hat Schubert analysiert. „Zudem kamen mit Timm Golley und Tugrul Erat bisher stets zwei Akteure zum Einsatz, die in der letzten Rückrunde zum Zweitliga-Kader gehörten. Das wird keine leichte Aufgabe. Uns erwartet eine spiel- und laufstarke Mannschaft, die uns viel abverlangen wird“, ist der 48-jährige Coach sicher.

Personell muss Schubert nach dem überzeugenden Auftritt bei Rot-Weiß Essen eigentlich nichts ändern – möglicherweise könnte ein Platz in der Startelf aber für den unter der Woche an einer Grippe laborierenden Kevin Behrens noch zu früh kommen. Definitiv ausfallen werden Jannik Stevens und Florian Abel (beide Grippe). „Vielleicht kommt eine Eingebung über Nacht, da habe ich oft die besten Ideen“, verrät Schubert augenzwinkernd noch nichts in Sachen Aufstellung. Tim Lünenbach, der in Essen eins seiner besten Spiele absolvierte, dürfte wohl wieder in der Startelf stehen, in die für Behrens am Samstag der in Essen nur eingewechselte Fabian Graudenz rücken könnte. Sahin Dagistan, der in Essen zum 1:1 traf, wird wohl wieder als Joker von der Bank kommen.

Voraussichtliche Aufstellung: Löhe - Ernst, Hackenberg, Hoffmann, Lejan - Lünenbach, Demai - Graudenz, Jerat, Garcia - Duspara

Schiedsrichter: Jörn Schäfer (Iserlohn)

Bilanz: 4 Spiele/2 Siege/2 Niederlagen – 8:6 Tore

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