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Alemannia: Betrugsverfahren geht nach Köln

Von: pa
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Schluss mit Geheimnis-Kraemerei? Die Stadt Aachen hat ihre Ankündigung wahr gemacht und Strafanzeige gegen den damaligen Alemannia-Geschäftsführer Frithjof Kraemer und „gegebenenfalls andere Personen“ gestellt. Foto: dapd

Aachen. Die Betrugsanzeige der Stadt Aachen gegen Alemannias ehemaligen Geschäftsführer Frithjof Kraemer hat schnell zu einer ersten Konsequenz geführt. Nach der Prüfung der Eingabe gab die Aachener Staatsanwaltschaft das Verfahren nach Köln ab.

Dort sitzt die Schwerpunkt-Staatsanwaltschaft des Bezirks für Wirtschaftskriminalität. Das Vorgehen ist durchaus üblich. „Wenn ein Schaden in Millionenhöhe im Raum steht und erhebliche Ermittlungen notwendig werden, verlagern wir solche Verfahren in das entsprechende Wirtschaftsreferat“, bestätigte am Montag Oberstaatsanwalt Robert Deller. In der Anzeige der Stadt ist bislang namentlich nur Kraemer erwähnt. Im Fokus steht aber auch Alemannias Wirtschaftsprüfer, der bei den Verhandlungen mit der Stadt zur Umfinanzierung der Stadionkredite mit am Tisch saß.

Auch die nach einer früheren Anzeige eingeleiteten Ermittlungen wegen angeblicher „Insolvenzverschleppung“ von Alemannias Verantwortlichen werden nach Köln verlagert. Sollte es nach den nun anstehenden Ermittlungen später zu einem Strafverfahren kommen, wäre dieses wohl wieder in Aachen anhängig.

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