Alemannia beendet die lange Durststrecke

Von: Christoph Pauli
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Ein Tor nicht nur für Alemannia: Der frischgebackene Vater David Vrzogic feiert seinen Freistoßtreffer zum 2:0 gegen den FC Wegberg-Beeck. Foto: Wolfgang Birkenstock

Aachen. Ganz am Ende des Abends nahm Alemannias Trainer Christian Benbennek seinen Torjäger in die Arme. Viktor Maier hatte monatelang nicht getroffen, Alemannia wochenlang nicht gesiegt, beide Serien endeten im Aachener Dauerregen.

Alemannia besiegte Wegberg-Beeck mit 3:1 in einem fairen Kampfspiel. Es war ein eher karger Ertrag für den Aufwand der Aachener. „Wir haben die Ergebniswende erzielt“, bilanzierte Benbennek, „aber war haben ganz viel harte Arbeit vor uns.“ Die Erleichterung war dem Trainer unmittelbar nach dem Schlusspfiff noch nicht anzumerken, die letzten Wochen haben Spuren hinterlassen.

Die Gäste hatten im Moment äußerer Bedrohung die Planwagen zusammengeschoben. Eine Fünfer- und eine Viererkette sollten die Aachener vom Erfolg abhalten, davor lauerte die Einmannkette Sahin Dagistan. Der Aufsteiger legte sich auf die Lauer. Noch nicht einmal zwei Minuten waren gespielt, da machte sich Danny Richter schon mal auf den Weg, er vergaß den Abschluss.

Zehn Minuten passierte wenig im Dauerregen am Tivoli. Alemannia suchte bis dahin vergebens die Lücke im Mauerwerk. Dann steckte Maciej Zieba auf der rechten Seite für Dominik Ernst durch, dessen Rückpass erreichte wieder den durchgeeilten kleinen Dribbler: Zieba schob mit Links ein (11.). Es stand 1:0 – und es änderte sich: nichts. Die Gäste blieben in der Grundordnung, hakten stoisch den nächsten Rückstand ab, ohne panisch zu werden.

Aachens bevorzugte Einflugschneise war die rechte Seite. Nach Propheters Flanke kollidierten Keeper Patrick Nettekoven und Aachens Innenverteidiger Jannik Löhden im Fünfmeterraum. Der Torwart reklamierte vergeblich Foul, doch der Ball kullerte neben das Gehäuse (22.).

Aachen blieb die überlegene Mannschaft, aber die Kombinationen waren nicht präzise genug oder sie verfingen sich im Gestrüpp aus roten Beinen. Zudem war der seifige Untergrund eine zusätzliche Herausforderung. Die Aachener Stürmer hätten dennoch die Führung ausbauen können. Fabian Graudenz traf mit seinem Linksschuss aus 16 Metern nur in die auffangbereiten Hände des Gästekeepers (33.). Der rettete bravourös auch gegen Viktor Maier. Aachens Mittelstürmer konnte ihn aus zwei Metern nicht überwinden (41.). Die letzte Chance in dieser Halbzeit hatte Löhden, er scheiterte in der Nachspielzeit mit einem Kopfball an Nettekoven, der seine Mannschaft im Spiel hielt.

Benbennek erhöhte die Schlagzahl, tauschte Florigan Rüter gegen Bastian Müller (46.), aber die erste Gelegenheit im zweiten Akt bekamen die Gäste. In letzter Sekunde verhinderte Keeper Löhe, dass eine weite Freistoßflanke von Richter ins Netz rutschte (50.).

Es war die letzte erwähnenswerte Gelegenheit für die Gäste, die Hausherren übernahmen schnell wieder das Regiepult, Chancen ergaben sich regelmäßig nach ruhenden Bällen. Die Kopfbälle von Löhden (59.) und Maier (62.) flogen knapp am Ziel vorbei, die Vorlagen kamen jeweils von David Vrzogic. Der Linksverteidiger war der Herr der Standards. Das nächste Angebot nahm er an. Wie von einem Laser gelenkt, so präzise zirkelte er den Ball genau unter die Torlatte zum 2:0 (70.).

Die Frage nach dem Sieger war beantwortet, Rüter verpasste freistehend den nächsten Treffer (77.). Der blieb Viktor Maier vorbehalten. Der Stürmer vollendete eine schnelle Kombination über die rechte Seite. Für Maier war es der erste Saisontreffer (79.), für Aachen das Ende der Schreckensserie. „Das fühlt sich unglaublich gut an, nach dieser langen Zeit“, atmete der Torjäger auf.

Auch die kampfstarken Gäste packten noch ein Erfolgserlebnis mit ein. Mit dem Schlusspfiff staubte Simon Küppers noch zum 3:1 ab. „Dieser Treffer ist eine wichtige Belohnung für uns“, fasste Trainer Friedel Henßen den Ausflug in die Nachbarstadt zusammen.

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