Aachen - Alemannia: An Blamage vorbei geschrammt

Alemannia: An Blamage vorbei geschrammt

Von: Christoph Pauli
Letzte Aktualisierung:
Alemannia
Verbissenes Pokalduell: Nur knapp gelang es der Alemannia sich ins Finale zu schießen. Foto: Wolfgang Birkenstock

Aachen. Gewinnen, irgendwie, ohne jeden Schönheitspreis, hatte René van Eck vor dem Halbfinale im FVM-Pokal gefordert. Seine Spieler hielten sich daran. Gewannen, irgendwie, ohne jeden Schönheitspreis mit 2:1 gegen den FC Wegberg-Beeck. Dass sie sich für den schmalen Erfolg 120 Minuten mühen mussten, ist nur ein Lob für den Mittelrheinligisten, für die Gastgeber war es eine Blamage. „Das war viel zu wenig“, sagte der Chefcoach von Alemannia Aachen. „Man sieht, dass sich einige Spieler schon auf diesem Niveau schwer tun.“

Alemannia war über weite Strecken kaum anzumerken, dass es noch um den letzten Hauptgewinn in dieser Saison geht. Bei einem Finalsieg über Fortuna Köln erhält der Verein 100.000 Euro für das Erreichen der ersten DFB-Pokalrunde, für die der Klub erstmals seit Jahrzehnten nicht mehr automatisch qualifiziert ist.

Die Gäste bauten nicht unerwartet einen dichten Schutzwall vor ihrem Keeper auf. Aber sie versteckten sich nicht in ihrer Festung, sondern lauerten darauf, dass die Angreifer Fehler machten. Und die taten ihnen den Gefallen. Die Aachener waren fahrig unterwegs, ohne Tempo, ohne Spielwitz, so als wäre das ein banaler Freundschaftskick am Saisonende. René van Eck stand am Spielfeldrand und hielt sich die Backe, so als verursache ihm die Partie Zahnschmerzen. Der Trainer zog bereits nach einer halben Stunde die Notbremse, tauschte den zweikampfschwachen Marcel Heller gegen Dario Schumacher aus.

Zu dem Zeitpunkt lag die Sensation in der Luft, der krasse Außenseiter lag in Führung. Beim ersten Anlauf köpfte Sahin Dagistan noch vorbei (12.), dann vollendete er gekonnt einen schnellen Angriff über die rechte Seite per Dropkick – David führte 1:0 am Tivoli (15.).

Die Antwort der emotionslosen Gastgeber ließ lange auf sich warten. Thiele zwang den Ex-Aachener im Beecker Tor, Sascha Rodemers, aus 17 Metern zu einer Parade (20.). Dario Schumacher profitierte von einem missglückten Abspiel. Aus 30 Metern überlupfte er den Keeper, traf aber nur die Latte (37.). Der Ausgleich war dann zwei Minuten später fällig, Thiele umkurvte den Schlussmann, schob sicher zum 1:1 ein (39.). Und dann irrte auch noch Schiedsrichter Andreas Steffens, der ein glasklares Foul von Johannes Walbaum an Timo Brauer im Strafraum (42.) ignorierte.

Knapp 3000 Zuschauer sahen eine unverändert ausgeglichene Partie. Nur der Pfosten verhinderte nach einem Schuss von Simon Küppers die erneute Führung der munteren Gäste (50.). Erst in der letzten Viertelstunde setzte sich die bessere Physis der Gastgeber durch. Ihre Ausbeute blieb gering.

Der Drittligist musste nachsitzen. Rodemers zeigte gegen Schumacher die Parade des Tages (99.). Und dann patzte er ein einziges Mal bei einem Freistoß von Thiele, und Herröder schob ein zum kaum noch erwarteten 2:1 .

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