Alemannia Aachen wird zum Ausbildungsverein

Von: Christoph Pauli
Letzte Aktualisierung:
Tivoli Aachen Alemannia Fußball Stadion Symbol Symbolfoto dpa
Alemannia wird wieder ein Ausbildungsverein. Symbolbild: dpa

Aachen. Am Ende verlor Alemannia das Rennen gegen die Zeit. Grundsätzlich wäre Dennis Dowidat gerne am Tivoli geblieben. „Er konnte jetzt nicht mehr länger warten“, sagt sein Noch-Trainer Fuat Kilic, der am Dienstag Geburtstag feierte. Dowidat schließt sich nach vier Jahren in Aachen dem Wuppertaler SV an, beginnt dort parallel eine kaufmännische Ausbildung.

„Das Angebot war lukrativer als das was wir ihm bieten konnten“, sagt Kilic, der den kleinen Spielmacher gerne im Kader behalten hätte.

Der Trend am Tivoli ist gerade, dass die älteren Spieler, zuweilen auch schon Familienväter, als erste die Weichen für die nächste Saison stellen. Dowidat (27), Florian Rüter (26), Jannik Löhden (27), Timo Staffeldt (33/wahrscheinliches Karriereende) und Philipp Sprint (23) haben ihren Abschied bereits angekündigt. Der nächste auf der Liste wird wohl Dominik Ernst (26) sein, der mit Fortuna Köln bereits einig sein soll.

Kilic selbst geht davon aus, dass sich seine vertragliche Situation noch vor dem letzten Heimspiel am Samstag gegen Schalke II klärt. Der Trainermanager hat inzwischen mit allen aktuellen Spielern ein perspektivisches Gespräch geführt. „Jeder weiß, wie unsere Gedanken sind.“

Viele Spieler wie Mickels, Depta, Winter, Gödde, Propheter , Pütz, Mohammad, Fejzullahu oder auch Suzuki würde der nun 44-Jährige gerne überzeugen, weiter Schwarz-Gelb zu tragen.

Die Crux der Gespräche: Kilic muss noch unverbindlich bleiben. „Ins Reich der Zahlen kann ich noch nicht vordringen.“ Erst wenn der Insolvenzverwalter den geplanten Etatansatz freigibt, kann Kilic das Interesse mit Angeboten unterfüttern. Im besten Fall soll es nächste Woche endlich konkret werden.

Parallel spricht Kilic inzwischen auch mit möglichen Neuzugängen. Alemannia wird wieder ein Ausbildungsverein. Zum einen werden die Spieler sportlich geschult, zum anderen soll auch zunehmend eine berufliche Ausbildung mit zum Angebotspaket gehören. „Das ist ein wesentlicher Aspekt unseres Konzepts, dass wir Spielern, die sich berufliche Gedanken machen, eine Lehrstelle anbieten können.“

Der berufliche Aspekt war neben der Nähe zum Wohnort Mönchengladbach auch ein wichtiges Kriterium für Dowidat, in Wuppertal zu unterschreiben. „Mit 27 Jahren muss ich anfangen, an die Zeit nach der Karriere zu denken“, sagt der Techniker, der nach seinem Schulabschluss alles auf die Karte Fußball gesetzt hat. „Mir ist klar, dass ich jetzt zweigleisig fahren muss.“

Gegen Schalke II steht am Samstag, 14 Uhr, sein letztes Heimspiel an. „Ich würde mich sehr gerne auf dem Platz von den Fans nach vier fantastischen Jahren verabschieden“, sagt Dowidat, der sich damals Alemannia anschloss, obwohl der Klub gerade mal wieder involvent war.

Leserkommentare

Leserkommentare (2)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert