Aachen - Alemannia Aachen gastiert beim 1. FC Köln II

Alemannia Aachen gastiert beim 1. FC Köln II

Von: Helga Raue
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Stabil und sicher: Aachens Abwehr mit Marcus Hoffmann und Peter Hackenberg (rechts) stoppt Essens Marcel Platzek. Foto: sport/Revierfoto

Aachen. Am Samstag werden Erinnerungen wach – Erinnerungen, als die Alemannia-Fans nur so auf einer Euphorie-Woge schwammen. Für einige Wochen war das Kölner Rhein-Energiestadion in der Saison 2004/05 die Heimspielstätte der Aachener im Europapokal, im Uefa-Cup.

Die Aachener Fans verwandelten das Stadion in eine schwarz-gelbe Wand – und die Tivoli-Elf verlor kein Spiel. So viele werden am Samstag das Team von Peter Schubert nicht begleiten, „aber ich denke, dass wir vor mehr eigenen Fans als der 1. FC Köln spielen werden“, ist sich der Cheftrainer vor dem Regionalliga-Spitzenspiel (13.00 Uhr) beim FC II sicher.

Beide Teams können mit breiter Brust auflaufen. Aachen hat zehn, Köln neun Zähler auf dem Konto. „Nach der Auftaktniederlage gab es drei Siege in Folge“, stuft Schubert die Gastgeber als stark ein. „Das ist vor allem zu Hause eine sehr spielstarke U 21, verstärkt mit erfahrenen Akteuren. Die drei Siege in Folge sind ja kein Zufall, die waren verdient. Köln wird für uns eine gute Herausforderung, der wir uns wieder stellen. Das wird ein Spiel auf Augenhöhe, und wir wollen etwas mitnehmen.“

Vor Wochenfrist hatte Schubert die Zweitvertretung von Fortuna Düsseldorf mit seiner Spielweise überrascht – statt Duspara als zen-tralen Stürmer sahen sich die jungen Düsseldorfer einer offensiven Dreier-Kette gegenüber, die auch noch ständig die Positionen wechselte. In seiner zweiten Saison als Cheftrainer zeigt sich zunehmend die Handschrift des 48-Jährigen – in den ersten vier Saisonspielen agierte die Mannschaft stets anders und überraschte von 4-4-2 und 4-2-3-1 über Raute bis hin zu einer Rochade. „War das so überraschend?“, fragt Schubert, der sich ungern in die Karten schauen lässt, schmunzelnd. „Es ist einfach so, wir haben nicht nur einen Kader von elf Spielern, sondern alle gehören dazu. Und in dieser Saison sind viele Spieler schon sehr weit. Dadurch habe ich keine Probleme, spieltaktisch etwas zu verändern.“

Schon in der letzten Rückrunde hatte Alemannia, auch dank der Verpflichtung von Marcus Hoffmann und Aimen Demai im Winter, in der Defensive zunehmend an Stabilität gewonnen. Schubert: „Daran haben wir vergangene Saison schon sehr gearbeitet. Und wenn das Zutrauen zur Defensive da ist, dann kann man auch offensiv mehr nach vorne machen.“ Das Spiel nach vorne hat sich klar weiterentwickelt, und das geht nicht zu Lasten der Stabilität.

Köln II sieht Schubert vorne und hinten mit effektiven Spielern besetzt, „Düsseldorf II hatte sie nur hinten“. Das könnte Auswirkungen auf die Aufstellung haben. Die hängt auch davon ab, ob der Knöchel von Kevin Behrens der Belastung standhält. „Am Freitag hat er mittrainiert, und das sah gut aus. Aber erst am Samstagmorgen wissen wir, ob der Knöchel reaktionsfrei geblieben ist“, so Schubert, der am Freitagabend noch einmal die Eindrücke der Trainingswoche Revue passieren ließ.

„Ich habe zwar ein Bild vor Augen, aber es ist noch nicht endgültig. Egal, wer und wie wir auflaufen werden, wenn wir 100 Prozent unserer Leistung abrufen, dann sind wir für jede Mannschaft schwer zu spielen.“ Und: „Wenn wir so spielen wie zuletzt, kehren wir ganz sicher nicht mit leeren Händen vom Rhein zurück.“

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