Alemanna spielt 2:0 in Bonn: Starke Standard-Schützen

Von: Christoph Pauli
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Alemannia
Der dritte Eckball brachte dann die verdiente Führung: Marcel Damaschek köpfte die Vorlage zum 0:1 ein (40.). Foto: Jérôme Gras

Bonn. Kein anderes Stadion im deutschen Profifußball ist so weitläufig angelegt wie der Bonner Sportpark. Nirgendwo anders sind Balljungen so notwendig wie an dieser Stelle, wo Bälle 70 Meter ins Aus kullern können. Die Ausmaße des Stadions spiegeln sich nicht wieder in der Größe des Platzes.

Er ist ein Mini-Platz, der gut verteidigenden Mannschaften eher die Arbeit erleichtert. Am Montagabend hatten die Aachener ein paar Drangphasen zu überstehen. Am Ende aber stand ein durchaus verdienter Erfolg beim Bonner SC, Durch den 2:0-Erfolg springt das Tivoli-Team in der Fußball-Regionalliga wieder auf Platz 8.

Keine Phase des Abtastens

Die Phase des Abtastens war nach etwa 3,5 Sekunden beendet, es traten zwei Teams an, die auf den schnellen Erfolg setzten. Und die Gäste übernahmen die Herrschaft über den Luftraum, sie waren präsenter bei hohen Bällen. Die Vorteile wurden bei den ersten ruhenden Bällen erkennbar, die allesamt von Meik Kühnel vor das gegnerische Tor getreten wurden. Die ersten beiden Eckbälle führten prompt zu Großchancen. Einmal köpfte David Pütz aus zwei Metern vorbei (12.), dann traf Maurice Pluntke nur aus nächster Nähe den Pfosten, nachdem ihm Junior Torunarigha aufgelegt hatte (17.).

Bonns Torwart Alexander Monath ist kein großer Anhänger der Strafraumbeherrschung, konsequent bleibt er bei solchen Anlässen auf seiner Torlinie. Bei nächster Gelegenheit hatte er weiter Glück, auch Pütz‘ nächster Kopfball verfehlte das Ziel. Aus dem Spiel heraus ereignete sich wenig, die Versuche strandeten regelmäßig in Höhe der Mittellinie. Einmal packte sich Bonns Innenverteidiger Joran Sobiech ein Herz, visierte aus 40 Metern das Ziel an, aber der Versuch war nur eine Herausforderung für die Ballkinder (35.).

Die Gäste bekamen ihre nächste Ecke zugeteilt, und gleich ging wieder die Sirene im Bonner Strafraum an. Die Vorlagen von Meik Kühnel waren eine starke Waffe an diesem herbstlichen Abend. Der dritte Eckball brachte dann die verdiente Führung: Marcel Damaschek köpfte die Vorlage zum 0:1 ein (40.). Wieder ein schöner Kopfballungeheuer-Moment für den Verteidiger.

Schlendrian zieht ein

Das sollte Sicherheit geben, stattdessen bereitete sich kurzfristig der Schlendrian aus, so dass Patrick Nettekoven bis zum Wechsel doch noch Kostproben seines Können abliefern musste. Einmal stellte er den quirligen Günter Mabanza im direkten Duell (41.), dann wehrte er einen Fernschuss von Vojno Jesic ab (45.). Der Schlendrian wurde nicht ausgetrieben in der Kabine, wieder war Nettekoven gefordert, als er einen Schuss von Dario Schumacher über sein Tor lenken musste (52.).

Bonn erhöhte die Schlagzahl, die fünfte Niederlage in Serie drohte. Das eröffnete den Aachener naturgemäß Räume für ihre Kombinationen. Emre Yesilova legte auf für Kühnel, der freistehend aus sieben Metern nur das Außennetz traf (66.). Solche Gelegenheiten waren aber die Ausnahme.

Am Spielfeldrand ruderte Fuat Kilic aufgeregt, er versuchte seine Mannschaft wieder herauszuschieben, sie igelte sich viel stärker ein als notwendig. Die Aachener erhöhten die Führung bei einem ihrer zunehmend seltenen Ausflüge.

Auf engstem Raum tanzte Mergim Fejzullahu ein paar Gegenspieler aus, um dann aus spitzem Winkel zu vollenden (72.). Und zur Belohnung gönnte ihm Kilic nach dieser Energieleistung gleich eine Pause. In dieser Woche stehen noch weitere Aufgaben an. In Gefahr geriet der Erfolg nicht mehr. Kühnel hätte mit einem Fernschuss fast noch das dritte Tor erzielt (89.). Der Mittelfeldspieler zielte knapp vorbei, an diesem Tag überzeugte er mehr mit seinen präzisen Vorlagen.

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