Aachen: Aufsichtsrat hat Gesprächsbedarf

Von: Christoph Pauli
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Dr. Jürgen Linden, Oberbürgermeister und Vorsitzender der Alemannia GmbH, im neuen Stadion. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Natürlich hat auch dieses Spiel ein Nachspiel. Alemannia gewinnt 3:0 gegen den FSV Frankfurt. Das klingt nur vordergründig nach eitel Sonnenschein, „es gibt Gesprächsbedarf”, stellte der doppelte Torschütze Benny Auer bereits kurz nach Spielende fest.

„So kann man nicht Fußball spielen. Gegen einen stärkeren Gegner hätten wir uns schwer getan. Die Feinabstimmung funktioniert bei uns nicht.” Sätze wie Peitschenhiebe.

Prompt wird der treffsichere Angreifer einen redaktionellen Hinweis seines Sportdirektors erhalten. In der Sache sei er von Auer nicht weit entfernt, sagt Andreas Bornemann. „Aber die Form können wir so nicht gut heißen.”

Nicht nur Auer reklamierte Gesprächsbedarf. Die schwache Partie war ein Hilferuf, der nun beim Aufsichtsrat angekommen ist. „Viele Menschen sagen, dass diese Mannschaft besser spielen kann,” sagt der Chef des Gremiums, Dr. Jürgen Linden, „wir gehen nun der Frage nach: Woran es liegt?”

Der Fan-Zuspruch wird kleiner, das Murren in der Stadt und in der Mannschaft größer, die Debatte um Trainer Jürgen Seeberger gewinnt an Eigendynamik. Linden registriert das. „Wenn Spieler ihren Gesprächsbedarf anmelden, kommen wir dem nach”, sagt Linden.

In den nächsten Tagen wird das Gespräch mit Manager und Geschäftsführer gesucht. Stimmt das Duo zu, ist ein Treffen mit den Aktiven, sprich dem Spielerrat und auch mit dem Trainer geplant. Der Aufsichtsrat will wieder näher an die Mannschaft heranrücken, kündigt Linden an. Das sei eine Reaktion auf die ersten Saisonspiele und die ausgesendeten Signalen „aller Beteiligten” sagt Linden. Gesprächsbedarf allerorten. Jürgen Seeberger wollte die Initiative nicht kommentieren. „Ich weiß davon nichts.”
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