Düsseldorf - Aachen auch mit Krüger Mittelmaß: „Brauchen Zeit”

Aachen auch mit Krüger Mittelmaß: „Brauchen Zeit”

Von: Roland Leroi, dpa
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Fortuna Düsseldorf - Alemannia Aachen
Der Düsseldorfer Claus Costa und Kevin Kratz (oben) aus Aachen versuchen an den Ball zu kommen. Foto: dpa

Düsseldorf. Michael Krüger hat den Weg für Alemannia Aachen aus dem Mittelmaß der 2. Fußball-Bundesliga noch nicht gefunden. „Gewisse Dinge brauchen Zeit. Kein Kind, das gerade auf die Welt gekommen ist, kann direkt schreiben und lesen”, meinte der neue Coach des Traditionsvereins.

Eine Woche nachdem Krüger das Amt seines beurlaubten Vorgängers Jürgen Seebergers übernommen hatte, musste sich die Alemannia in einem äußerst niveauarmen Match gegen Fortuna Düsseldorf mit einem 0:0 begnügen und sorgte für Ernüchterung.

Von den ursprünglichen Saisonzielen, nach denen der Bundesliga- Aufstieg angepeilt werden sollte, sind die Aachener auf dem 12. Tabellenplatz momentan weit entfernt. Nur weil die Fortuna am Montagabend in der Düsseldorfer Arena die mannigfaltigen Fehler der Alemannia nicht auszunutzen vermochte, langte es überhaupt zu einem Remis. „Nach dem Spielverlauf müssen wir dem Punkt zufrieden sein, die Mannschaft hat sich ins Match gebissen”, befand Krüger sechs Tage nach seinem Aachener Pflichtspieldebüt, bei dem er eine 4:6- Niederlage im DFB-Pokal gegen den Bundesligisten Eintracht Frankfurt verdauen musste.

Um Sicherheit zurück zu erlangen, stehe daher die Abwehrarbeit im Vordergrund. „Unser Taktik-Training hat sich bis jetzt ausgezahlt, wir sind schließlich ohne Gegentor geblieben”, sagte Alemannia-Keeper Thorsten Stuckmann, der angesichts der harmlosen Düsseldorfer Stürmer allerdings nahezu ohne Beschäftigung war. Auf der anderen Seite erarbeiteten sich auch die Gäste kaum gefährliche Szenen. „Statt Risiko ist manchmal der sichere Ball wichtiger”, meinte Krüger. Ansprüche Richtung Aufstiegsplätze kann und mag der 55-Jährige nach seinen ersten Eindrücken keine geltend machen: „Ich gebe kein Saisonziel aus, wir schauen nur auf das nächste Spiel.” An diesem Freitag (18.00 Uhr) kommt Energie Cottbus nach Aachen.

Die Düsseldorfer schauen nach der Nullnummer, durch die der Aufsteiger auch im vierten Heimspiel ungeschlagen geblieben ist, voller Zuversicht in die Zukunft. „Wir haben elf Punkte und schon ein gutes Polster zu den Abstiegsplätzen. Jetzt können wir die nächsten Aufgaben befreiter angehen”, sagte Fortunas Vorstandsvorsitzender Peter Frymuth.

Einzig der Düsseldorfer Sportdirektor Wolf Werner verbreitete schlechte Laune. „Mein Anspruch in so einem Spiel sind drei Punkte. Aachen hat aber nur zerstört und mit vielen Fouls unseren Spielfluss unterbunden”, schimpfte Werner, der mit seiner Meinung allerdings alleine war. „Vielleicht war Wolf Werner ja bei einem anderen Spiel”, meinte Krüger. Beschäftigen wollte er sich mit dieser Kritik nicht. Auf dem angestrebten Weg aus dem Mittelmaß warten auf den Aachener Coach andere Baustellen.
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