2:1 in Essen: Alemannia entscheidet Westschlager für sich

Von: Simon Mertens
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Lange sah es nach einem Unentschieden aus, doch die Schwarz-Gelben konnten das Spiel noch drehen. Foto: Jérôme Gras

Essen. Seit der Saison 2004/05 konnte Alemannia Aachen nicht mehr in Essen gewinnen. Diese Serie fand am Freitagabend mit dem 2:1-Sieg (0:0) der Schwarz-Gelben im Stadion an der Hafenstraße ihr Ende. Dabei sah es im 80. Aufeinandertreffen mit Rot-Weiss Essen lange nach einem Unentschieden aus.

Nach Bekanntwerden der erneuten Insolvenz vor anderthalb Wochen merkte man der Alemannia in der Anfangsphase den Willen an, endlich wieder sportlich für Schlagzeilen sorgen. Die Mannschaft von Fuat Kilic begann mutig und kam nach fünf Minuten zur ersten Großchance. Joy-Lance Mickels scheiterte mit einem Lupfer an RWE-Keeper Heimann.

In der Folge erarbeiteten sich die Schwarz-Gelben ein optisches Übergewicht, blieben in der Offensive aber zu harmlos. Auch die Gastgeber traten in der ersten Halbzeit überraschend unkonzentriert auf. So ging es torlos in die Pause.

Nach dem Seitenwechsel wurde die Partie besser, auch weil beide Mannschaften mehr Risiko gingen und zielstrebiger nach vorne spielten. Das erste Tor des Tages ließ folgerichtig nicht lange auf sich warten: Dominik Ernst fand Mergim Fejzullahu, dem im Eins-gegen-Eins-Duell mit Heimann die Nerven versagten. Glücklicherweise fiel Philipp Gödde der Abpraller vor die Füße, der nur noch einschieben musste – 1:0 für die Alemannia (52.).

Die Führung für die Gäste währte jedoch nicht lange. Nur zwei Minuten später zappelte der Ball im Netz von Marc Depta, nachdem Benjamin Baier das Leder aus 25 Metern in den rechten Winkel gezirkelt hatte (54.).

Der Westschlager entwickelte sich in nach dem Ausgleich zu einem offenen Schlagabtausch – mit dem glücklicheren Ende für die Alemannia. Grund dafür war der agile Mickels, der nach einem seiner vielen Dribblings in der 88. Minute von Phillip Zeiger im Essener Strafraum unfair zu Fall gebracht wurde – Elfmeter für die Alemannia.

Jerome Propheter behielt vom Punkt die Nerven (89.) und erzielte das 2:1 für den TSV, das schlussendlich für den Aachener Lucky Punch reichte und die rund 1000 mitgereisten Aachener Fans nach einer deprimierenden Vorwoche in Feiertagsstimmung versetzte.

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