Aachen - 1:3 gegen Offenbach: Alemannia zeigt schlechteste Saisonleistung

1:3 gegen Offenbach: Alemannia zeigt schlechteste Saisonleistung

Von: Christoph Pauli
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alemannia offenbach
Hier hat Sascha Rösler (links) einmal die Nase vorn, ansonsten war das Auftreten der Alemannia recht trostlos. Foto: Wolfgang Birkenstock

Aachen. Die beste Aktion hatte die Mannschaft bereits vor dem Anpfiff. Sie kam mit einem Transparent auf das Spielfeld. „Wir lieben Fußball, wir verabscheuen Gewalt.” Unter der Woche hatte wieder einmal ein kleiner Haufen so genannter Fans ihren Herzensverein bundesweit in ein schlechtes Licht gerückt.

Nach dem Einmarsch fand aber auch noch ein Fußballspiel statt, und da zeigte das Team die schlechteste Saisonleistung. 1:3 ging die Partie gegen Kickers Offenbach verloren, einem Team, das bislang noch keinen Punkt geholt hatte. Ziemlich ungefährdet holten sich die erleichterten Gäste die ersten Saisonzähler ab.

Ralf Aussem hatte wieder die linke Seite neu zusammengeschraubt. Für Fabian Baumgärtel verteidigte Kristoffer Andersen, der am Dienstag noch im rechten Mittelfeld unterwegs war. Ein bisschen fehlte ihm am Anfang noch die Orientierung auf der neuen Position, und schon beim ersten Ausflug nutzten die Kickers seinen Stellungsfehler aus.

Reinhardt passte nach innen, und nach schlanken fünf Minuten schoss Mathias Fetsch das 0:1. Da war der schöne Plan schon wieder Makulatur. Ein verunsicherter Gegner sollte in Aachen weiter eingeschüchtert werden, stattdessen gelang es Alemannia auch diesmal, einen angeschlagenen Boxer wieder stark zu machen.

„Wir können nicht immer mehr Tore schießen als wir kassieren”, urteilte Aussem. In der Defensive bleibt Alemannia anfällig. Die Mannschaft hat im Laufe der ersten Spieltage schon fast eine gewisse Routine im Umgang mit Rückständen erhalten. In vier der fünf Partien hechelte sie dem Ausgleich hinterher.

Doch an diesem Tag kam sie nicht in die Spur. Vielmehr blätterten sie ausführlich im Fehlerkatalog. Einwürfe in Serie zum Gegner, verzogene Flanken, Pässe mit bemerkenswerter Streuung, wenig Bewegung und enorme Probleme aller Spieler auf den Außenbahnen. „Heute waren zu viele Spieler unter Form”, wunderte sich auch Aussem.

Eine gute Chance hatte Fredy Borg, der nur knapp eine Schwertfeger-Flanke verpasste (11.). Aber bei nächster Gelegenheit erzielten die Gäste das 0:2. Wieder war Fetsch der Torschütze (38.), der wahrscheinlich bei einem Samstagsspaziergang im Stadtwald mehr Gegenwehr gehabt hätte.

15.298 Zuschauer wunderten sich zur Pause. Der nächste Plan hatte eine Halbwertzeit von 90 Sekunden, dann flog eine Ecke herein, Markus Husterer durfte unbedrängt im zweiten Nachfassen das 0:3 (46.) erzielen. Die missratene Abwehr von Timo Brauer auf der Torlinie passte ganz gut zum Spiel.

Immer noch war eine halbe Stunde Zeit, Rösler hatte mehrfach per Kopf die Gelegenheit zum Anschluss. Stattdessen leistete sich der Routine ein Frustfoul gegen Reinhardt, das mit einer Gelben Karte honoriert wurde. Aussem nahm Thomas Stehle vom Platz, stellte auf eine Dreierkette um.

Sonderlich groß war der Effekt nicht mehr. Streit versuchte zwar noch permanent die Mannschaft anzuschieben, aber er blieb ein bisschen einsam in seinem Streben. Heraus kam nur noch der Anschluss durch das erste Profi-Tor von Denis Pozder (80.). Vor dem Pokalspiel gegen Mönchengladbach leistete sich das Team den ersten Rückschlag der Saison.
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