Aachen - 1:0-Sieg: Nur Gödde trifft beim Fahrkarten-Festival

1:0-Sieg: Nur Gödde trifft beim Fahrkarten-Festival

Von: Klaus Schmidt
Letzte Aktualisierung:
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Unglaublich viele Chancen vergeben, aber endlich landet Alemannia gegen Fortuna Düsseldorfs U 23 wieder einen Heimsieg. Foto: Wolfgang Birkenstock

Aachen. Mit einer beeindruckenden Visitenkarte war der Gast vorgefahren. Eine einzige Niederlage hatte die U23 von Fortuna Düsseldorf in zwölf Spielen des Jahres kassiert, und die beim Spitzenreiter Lotte. Nun gab es die zweite - und am Tivoli atmeten sie auf: Mit einem 1:0 (0:0) feierte Fußball-Regionalligist Alemannia Aachen nach vier Pleiten endlich wieder einen Heimerfolg.

Vor offiziell 6200 Zuschauern nutzte Philipp Gödde nur eine der unglaublich vielen Chancen des Teams von Fuat Kilic; die Gäste kamen glimpflich davon.

Nach dem 2:3 in Essen erhielt Daniel Engelbrecht auf der Ersatzbank Gesellschaft durch David Vrzogic und den am Sonntag angeschlagenen Fabian Graudenz; Florian Rüters Ausfall war schon zuvor aktenkundig. Fuat Kilic entschied sich für die Umstellung aufs System mit zwei Stürmern – Taku Ito und Philipp Gödde –, neben Kapitän Timo Staffeldt rückte auch Maciej Zieba neu ins Team. Gegen die mit den Ex-Alemannen Ajani, Weber und Garcia angetretene Fortuna (Sangaré fehlte aus privaten Gründen) startete Aachen durchaus zügig.

Jannik Löhden eröffnete auf Ito, Dennis Dowidat schickte Tobias Mohr zur Flanke, Göddes Gegenspieler-Kontakt im Strafraum reichte aber nicht für einen Elfmeter (4.). Dowidat zielte aus spitzem Winkel knapp vorbei (6.), dann vergab Ito innerhalb von sieben Minuten zwei prächtige Möglichkeiten. Erst wischte dem kleinen Japaner der Ball nach einer Mohr-Flanke über die Stirn (18.), ebenfalls freistehend nach einer Hereingabe von Dominik Ernst bekam Ito mit dem Fuß keinen Druck auf die Kugel, die zur leichten Beute für Düsseldorfs Keeper Kampmann wurde.

Man konnte den Schwarz-Gelben nicht absprechen, dass sie viel liefen, keinen Zweikampf scheuten, den Bällen nachsetzten. Allein: Es kam nichts dabei rum. Aachen sammelte weiter Fahrkarten. Mohrs Schuss aus 17 Metern wischte Kampmann über die Latte, nach der folgenden Ecke setzte das Eigengewächs einen Kopfball vorbei (43.). Und wie das dann oft so geht, hätte um ein Haar der Gegner vorne gelegen - Fortunas Torjäger Rüzgar zielte knapp drüber. Das Finale dieser ersten Halbzeit blieb Ito vorbehalten, mit einer Chance wieder freistehend am Pfosten vorbei. So wenig Alemannia in der Defensive an Gefahr zuließ, so wenig Effektivität zeigte sie in der Offensive. Die Frage, ob es mit Engelbrecht besser gelaufen wäre, sie blieb eine müßige.

Wer am Freitagabend dazu abgestellt war, die Datenbank zu füttern, der konnte drei Minuten nach der Pause weitermachen. Staffeldts Flachschuss wurde um Zentimeter zur Ecke abgefälscht; Dowidat bediente den heranrauschenden Löhden, dessen Kopfball vorbeistrich. Alemannia hatte den Schlagbohrer in der Hand, aber den Aufsatz vergessen. Ito passte quer auf Mohr, der nächste Versuch, flach vorbei (56.). Düsseldorf blieb den Nachweis seiner starken Jahresform schuldig, ohne Schaden zu nehmen.

Vermutlich hätte es auch nichts gebracht, für den nahezu beschäftigungslosen Kleinheider einen elften Feldspieler einzuwechseln. Aachen schien weiter gegen Windmühlen zu kämpfen – bis Ernst für Gödde auflegte und der Ball aus 17 Metern flach endlich im Düsseldorfer Kasten landete (68.). Engelbrecht löste den Torschützen ab und führte sich mit einem Kopfball neben den Pfosten ein (75.).

Der riesige Aufwand und das erdrückende Chancenverhältnis spiegelten sich im Resultat nicht annähernd wieder, der eingewechselte Graudenz schlampte in der Nachspielzeit. Doch am Ende gab es auch für das knappste aller Siegesresultate drei Punkte.

„Wir sind alle erst einmal erleichtert, nachdem wir in den letzten Wochen und Monaten das Glück nicht auf unserer Seite hatten“, meinte Philipp Gödde. „Wir haben ein leidenschaftliches Spiel abgeliefert.“ Und Dominik Ernst ergänzte: „Vorne haben zwei Spieler richtig geackert, wir hätten aber höher gewinnen müssen.“

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