0:3 gegen Eintracht Frankfurt: Alemannia so gut wie abgestiegen

Von: red/dpa
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Aachen. Alemannia Aachen hat das „Endspiel” gegen Eintracht Frankfurt mit 0:3 verloren. Eintracht-Stürmer Mohamadou Idrissou machte mit einem Doppelschlag (45./48.) nahezu alle Träume vom Aachener Klassenerhalt zunichte. Nach einem Eigentor von Seyi Olajengbesi (70.) war die Niederlage endgültig besiegelt.

Eintracht Frankfurt hat dagegen die Rückkehr in die Fußball-Bundesliga perfekt gemacht. Damit feierten die Hessen am Montag nach 1998, 2003 und 2005 bereits den vierten Aufstieg in die Bundesliga feiern. Zwei Spieltage vor dem Saisonende ist Frankfurt mit 68 Punkten nicht mehr von den ersten beiden Plätzen in der 2. Bundesliga zu verdrängen.

Als es geschafft war, stürmten einige der 7000 mitgereisten Frankfurter Anhänger den Platz. Die Polizei stellte sich ihnen in den Weg. „Das ist alles nicht so schön”, sagte der Frankfurter Vorstandsvorsitzende Heribert Burchhagen dem Fernsehsender Sport1 und ging vom Platz. Wenig später bei sky war der Eintracht-Chef auf dem Rasen wieder gefasst und die Mannschaft feierte mit den Fans. „Es ist schon toll, wenn man sein Ziel erreicht hat”, sagte Bruchhagen.

Die beste Auswärtsmannschaft der Liga konnte in Aachen zunächst keine Akzente setzen. Stattdessen erarbeitete sich die Alemannia mehr Spielanteile und suchte mit guten Kombinationen die Offensive. In Strafraumnähe agierte Aachen jedoch zu ungenau. Die Frankfurter, die auf ihre gesperrten Profis Pirmin Schwegler und Constant Djakpa verzichten mussten, traten abwartend auf und mieden das Risiko.

Aachen stellte im ersten Abschnitt das lebendigere Team, die besseren Torchancen hatten dennoch die Gäste. Einen Schuss von Goalgetter Alexander Meier konnte der Aachener David Odonkor noch für seinen schon geschlagenen Keeper Boy Waterman klären (25.). Unmittelbar vor der Pause konnte Waterman den Ball nach einer Ecke jedoch nicht kontrollieren. Idrissou nutzte den Patzer zur Frankfurter Führung.

Beflügelt kamen die Hessen aus der Kabine. Idrissou nutzte direkt den ersten Angriff mit einer Einzelleistung zum 2:0. Aachen erhöhte in der Folge den Druck, blieb aber glücklos. Vor ihren über 4000 mitgereisten Fans, die immer wieder „Nie mehr 2. Liga”, sangen, profitierten die Frankfurter noch von Olajengbesis Eigentor.

Nach dem lange nicht für möglich gehaltenen Abstieg in der Vorsaison hatte sich die Eintracht neu aufgestellt. Sportdirektor Bruno Hübner wurde ebenso wie Trainer Armin Veh verpflichtet. Dem Duo gelang es, einen aufstiegsfähigen Kader zu gestalten, der sich direkt in der oberen Tabellenzone festsetzte. Zwar leistete sich die Mannschaft im zweiten Saisonabschnitt kleinere Rückschläge, wie etwa bei den Niederlagen gegen St. Pauli (0:2), Paderborn (2:4) oder Duisburg (0:2). Doch die Eintracht-Profis hielten vor allem dem ständigen Druck, unbedingt aufsteigen zu müssen, stand und kamen schnell wieder in die Erfolgsspur.

In den beiden noch ausstehenden Spielen gegen 1860 München und beim Karlsruher SC können die Frankfurter im Fernduell mit Greuther Fürth noch die Zweitliga-Meisterschaft holen. Veh hatte allerdings schon deutlich gemacht, dass er auf diese Trophäe keinen gesteigerten Wert legt. Aachen benötigt einen Kraftakt und die Schützenhilfe anderer Vereine, um in den Spielen gegen Karlsruhe und 1860 München den Abstieg noch zu vermeiden.
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