Aachen - Zur Aufarbeitung bleibt fast keine Zeit

Zur Aufarbeitung bleibt fast keine Zeit

Von: Roman Sobierajski
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Unter Dauerfeuer in der Annahme: Aachens Kapitänin Karolina Bednarova. Foto: Birkenstock

Aachen. Karine Muijlwijk brachte es auf den Punkt: „Dieses Spiel hat sicherlich keinen Schönheitspreis verdient, aber wir hatten dennoch unsere guten Momente“, bewertet die frühere Powerhitterin der „Ladies in Black“ Aachen ihren Auftritt mit ihrem jetzigen Klub VC Wiesbaden in der Halle an der Neuköllner Straße.

Über weite Strecken lieferten sich beide Teams ein Duell mit viel Licht und Schatten – und am Ende hatten die Gäste im Tiebreak das glücklichere Ende für sich. Für den Aachener Trainerstab brachte die Begegnung vor allem die Erkenntnis, dass es der Mannschaft trotz der Erfolge der jüngeren Vergangenheit in einigen Situationen immer noch an Konstanz mangelt.

Bis zum nächsten Auftritt der „Ladies“ in der Volleyball-Bundesliga dürfte durch fleißige Trainingsarbeit wenig aufzuarbeiten sein: Bereits Freitagabend (19.30 Uhr) steht an der Neuköllner Straße die nächste Bewährungsprobe an, wenn sich der VCO Berlin vorstellt. Das Hinspiel hatten die Aachenerinnen allerdings glatt in drei Sätzen gewonnen. Und so dürfte auch das Rückspiel kaum als Vorlage für die kommenden beiden Partien gegen stärkere Gegner wie den USC Münster oder Tabellenführer Dresdner SC dienen, die vielleicht zu ähnlichen Mitteln wie Wiesbaden greifen werden.

Denn während im sehenswerten ersten Satz vieles auf Aachener Seite klappte (Rojko: „Der Druck hat vor allem im ersten Satz gestimmt, dann wieder im vierten.“), kam die Mannschaft mit den Umstellungen im Wiesbadener Spiel weitaus weniger gut zurecht.

Höheres Risiko gewählt

Während der VCW in der Anfangsphase häufig am erneut stark aufgestellten Block hängenblieb, kam die Aachener Abwehr mit den am Block vorbei gelegten oder hoch und wenig hart darüber geschlagenen Angriffen weniger gut zurecht. Zudem erhöhten die Gäste noch das Risiko bei den Aufschlägen – und hatten damit mehr Glück als die Aachenerinnen, die sich insgesamt 18 Aufschlagfehler leisteten. Und dies zumeist in Situationen, in denen der mögliche Breakpunkt den Punktestand in die eigene Richtung entscheidend hätte verschieben können.

Zudem stand Kapitänin Karolina Bednarova auf der Annahmeposition erneut unter Dauerfeuer: 48 von 90 Annahmen gingen auf die 28-Jährige, bis ihr Rojko mit der Einwechslung von Dora Grozer schließlich eine kleinere Verschnaufpause gönnte.

Erkenntnis am Rande: Die erst 19-jährige Schwester von „Hammer-Schorsch“ Grozer, die zu Saisonbeginn vom Zweitligisten TV Gladbeck nach Aachen wechselte, kann auf dem Niveau der Ersten Liga durchaus mithalten.

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