Aachen - Wird die Alemannia zum Farmteam von Fenerbahce Istanbul?

Wird die Alemannia zum Farmteam von Fenerbahce Istanbul?

Von: Christoph Pauli
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Fuat Kilic Alemannia Aachen Symbol Björn Hellmich
Fuat Kilic hat die erste Präsidententage von Ali Koç aus der Nähe verfolgt.

Aachen. Seit ein paar Tagen ist Ali Koç im Amt. Er ist seit einer Kampfabstimmung der neue Präsident von Fenerbahce Istanbul, dem wichtigsten Verein des Landes. Fenerbahce hat Millionen Fans und Millionen Schulden.

Am Sonntag twitterte das Portal TurkSports EN nun, welche Idee der 51-jährige Industrielle als erste umzusetzen gedenkt: „Ali Koç will Alemannia Aachen kaufen und aus dem Viertligisten eine Art Farmteam machen.“

Der deutsche Amtskollege von Ali Koç heißt seit ein paar Monaten Martin Fröhlich. Alemannias Präsident reagiert durchaus überrascht über den Vorstoß vom Bosporus. „Es wäre vielleicht vorteilhaft, dass man miteinander spricht, bevor man Pressemeldungen herausgibt“, sagt er ironisch. „Es gibt keinen Kontakt, wir wissen von nichts“, dementiert er. Ohnehin suche Alemannia nicht konkret nach einem Investor, sagt Fröhlich.  „Das ist ein Ente.“

Fuat Kilic hat die erste Präsidententage von Ali Koç aus der Nähe verfolgt. Das liegt nicht an einem gesteigerten Interesse an der Entwicklung von Fenerbahce Istanbul, vielmehr besucht Alemannias Trainer seine Eltern in der Türkei. Die Nachricht vom vermeintlichen Verkauf seines Arbeitgeber hat ihn in der alten Heimat auch gleich erreicht. Kilic hat ein bisschen vor Ort recherchiert, neue Erkenntnisse hat er dabei nicht gewonnen.

In ein paar Stunden verlagert der 45-Jährige sein Büro wieder ins Rheinland, die letzten Vorbereitungen vor dem Saisonstart am nächsten Montag stehen an. Der Kader ist schon ziemlich stabil gebaut, in den nächsten Tagen sollen nach Informationen unser Zeitung noch die Verpflichtungen von Robert Garnier (zuletzt Stuttgarter Kickers) und Vincent Boesen (1. Nürnberg II) bekannt gegeben werden. Zudem ist noch eine Planstelle für den Torwartbetrieb ausgeschrieben.

Noch nicht komplett ist der Trainerstab. Simon Pesch wird weiterhin sein Co-Trainer bleiben, freut sich Kilic. „Wir sind uns hundertprozentig einig“, sagt er. Zerschlagen hat sich ein weiteres Engagement von Hans Spillmann. Der Arbeitgeber des designierten Torwarttrainers hatte andere Vorstellungen, Spillmann hätte das Morgentraining regelmäßig verpasst.

Die Suche geht weiter, schon in dieser Woche stehen weitere Gespräche vor Ort an, sagt Kilic.  „Es gibt noch genug zu tun.“ Und mit Falschmeldungen türkischer Medien wolle er sich nicht weiter beschäftigen.

 

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