Lüttich - Winokurow startet bei Lüttich-Bastogne-Lüttich

Winokurow startet bei Lüttich-Bastogne-Lüttich

Von: dpa
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Lüttich. Alexander Winokurow meldet sich eindrucksvoll zurück. „Meine besten Zeiten sind zwar vorbei”, meinte der 36-Jährige realistisch. „Aber das eine oder andere schöne Rennen will ich noch gewinnen”. Noch vor Monaten galt dieses Vorhaben für überzogen.

Doch beim Giro del Trentino hielt Winokurow in dieser Woche die starken Italiener Ivan Basso und Riccardo Ricco, wie er mit dem Makel ehemaliger Dopingvergehen behaftet, lange in Schach. Am Sonntag unternimmt der von 2007 bis 2009 wegen Blutdopings gesperrte Winokurow nun einen weiteren Schritt, um wieder auf die ganz große Radsport-Bühne zu gelangen. Gemeinsam mit seinem Astana-Teamleader Alberto Contador tritt er beim Klassiker Lüttich-Bastogne-Lüttich an.

Vor fünf Jahren hat Winokurow das Rennen schon einmal gewonnen. Beim Comeback geht es ihm nicht nur darum, sich stark zu präsentieren und Mechanismen für die Tour de France einzuüben. Der Kasache kann zugleich überprüfen, wie ihn die Offiziellen des Tour-Ausrichters ASO empfangen. Vor drei Jahren hatte sein Dopingfall die Frankreich-Rundfahrt erschüttert. Den Franzosen galt er fortan als schädlicher Faktor fürs Image. Die Folge: Astana wurde 2007 von der laufenden Tour ausgeschlossen und im Folgejahr nicht eingeladen.

Gegenwärtig sieht Winokurow den Rennstall in ruhigen Fahrwassern. Die kasachische Komponente ist verstärkt. Und es gibt keine zankenden Leitwölfe mehr. Auf das Armstrong-Intermezzo bei seinem Rennstall blickt er gelassen zurück: „Beide Seiten hatten ihre Vorteile. Astana hat vom Image Lance Armstrongs profitiert. Lance hatte ein Jahr lang die Möglichkeit, mit einem guten Team Rennen zu bestreiten.”

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