Aachen - Weltreiterspiele 2006: Land strafft die Zügel

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Weltreiterspiele 2006: Land strafft die Zügel

Von: Christoph Pauli
Letzte Aktualisierung:

Aachen. Es ist ein Rückschlag für die Planer der Weltreiterspiele 2006.

Das Land NRW wird dem Aachen-Laurensberger Rennverein (ALRV) in den nächsten drei Jahren höchstens 7,5 Millionen Euro zur Verfügung stellen, so steht es im Haushaltsansatz.

„Die Summe entspricht dem Finanzrahmen, den wir Anfang September dieses Jahres mit der Deutschen Reiterlichen Vereinigung als Veranstalter und dem gastgebenden ALRV erarbeitet haben”, sagt Ministerin Bärbel Höhn.

Mitte Juni, bei der Präsentation des WM-Logos, klang das noch deutlich optimistischer beim Aachener Ausrichter. Einen Zuschuss von 12,9 Millionen Euro für die notwendigen Investitionen hatte sich Präsident Klaus Pavel erhofft.

„Eine solche Summe war niemals vorgesehen”, sagt dagegen ein Sprecher des Ministeriums. Beim ALRV will man den Vorgang nicht kommentieren, verweist auf eine Pressekonferenz am 26. November, 1000 Tage vor der WM.

„Das Projekt ist nicht gefährdet”, sagt immerhin Michael Mronz, der für die kommerzielle ALRV-Tochter ART das Turnier veranstaltet. „Aber der Verein hat in den letzten Jahren oft genug bewiesen, wie verantwortungsvoll er wirtschaften kann.”

Auch die Suche nach den acht Weltsponsoren läuft etwas schleppend an. Die „Aachener und Münchener Versicherungen” gaben am Mittwoch bekannt, sich weiterhin beim CHIO zu engagieren, aber für die WM nicht zur Verfügung zu stehen.

Manfred Schell, Pressesprecher der AM-Gesellschaften: „Ein zusätzliches Engagement macht für ein national aufgestelltes Unternehmen keinen Sinn.”

Und auch bei DaimlerChrysler, die beim letzten CHIO schon als Weltsponsor gehandelt wurden, gibt man sich noch zurückhaltend. „Es wird ein Engagement von uns geben, in welcher Form ist noch Thema in laufenden Gesprächen”, so eine Unternehmenssprecherin.

Pavel hatte mehrfach betont, dass vier der acht Sponsoren bereits feststehen würden.

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