„Weltfest des Pferdesports“ in drei Disziplinen

Von: Helga Raue
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Aachen. Wer schon immer mal gerne den „Großen Dressurpreis von Aachen“ live im Stadion verfolgen wollte, aber nie eine der stets ausverkauften Karten ergattern konnte, hat jetzt Glück – wenn er schnell genug ist.

Zwar wird es 2015 wegen der EM (11. bis 23. August) keinen CHIO Aachen geben, wohl aber vom 29. bis 31. Mai ein „Weltfest des Pferdesports“ – und zwar mit den Disziplinen Springen, Dressur und Fahren. „Wir schlagen 2015 die Brücke zwischen Tradition und Moderne“, rückte Carl Meulenbergh, Präsident des ausrichtenden Aachen-Laurensberger Rennvereins (ALRV), die beiden sportlichen Highlights am Montag bei der Pressekonferenz im Aachener Rathaus ins rechte Licht.

Am 1. August 1925 fand – vor 20.000 Zuschauern – das erste Aachener Reitturnier in den drei klassischen Disziplinen Springen, Dressur und Fahren statt. Und die Moderne, das ist die EM mit fünf Disziplinen an einem Ort, „das hat es bei Europameisterschaften noch nie gegeben“, wie ALRV-Vorstandsvorsitzender Frank Kemperman noch einmal betonte.

Schon während des CHIO 2014 war bekannt geworden, dass der „Große Preis von Aachen“ Ende Mai 2015 in einem zweitägigen Turnier ausgetragen werden soll. Nun setzen die CHIO-Macher überraschend einen drauf: Auch der „Große Dressurpreis von Aachen“ findet statt. Nur das Fahren ist anno 2015 eine Mogelpackung – es wird nur die Schauprüfung „Jump & Drive“ geben sowie ein Hindernisfahren am Turniersonntag im großen Stadion.

„Das ist großartig, dass wir ebenfalls reiten können. Aachen ist das schönste Turnier der Welt“, freute sich Isabell Werth (Rheinberg), erfolgreichste Dressurreiterin der Welt, am Montag. Geritten wird im Dressurstadion, auch wenn der Sandplatz im großen Stadion für die EM-Dressur – analog zur WM 2006 – im Mai bereits fertig sein wird.

Geplant ist im Rahmen des CDI, der höchsten Kategorie im Reitsport, der Grand Prix am Samstag sowie die Kür am Sonntag. „Wir werden rund 20 der weltbesten Reiter einladen, 15 qualifizieren sich für die Kür um den Großen Preis, der mit 150.000 Euro dotiert ist“, so Kemperman.

40 der weltbesten Springreiter werden mit je drei Pferden, darunter ein Youngster, eingeladen. Der Große Preis, der Teil der Rolex-Grand-Slam-Serie ist, ist mit einer Million Euro dotiert. „Und wer alle drei Turniere der Serie in Folge gewinnt – neben Aachen Calgary und Genf – erhält eine weitere Million“, verweist Kemperman auf die Bedeutung.

Freitag, 29. Mai, ist der Eintritt zum Warm-up und dem ersten Youngster-Springen übrigens frei. Samstag stehen drei Springen, Sonntag ein weiteres neben dem „Großen Preis“ an. Geritten werden nur Einzelprüfungen, die Nationenpreise finden 2015 in Mannheim (Springen) und Hagen (Dressur) statt.

Zwei Termine gibt es für „Pferd und Sinfonie“, aber „wir sind zu 90 Prozent ausverkauft“, warnte Michael Mronz, Geschäftsführer der Aachener Reitturnier GmbH (ART). „Für alle anderen Tage gibt es noch Karten.“ Auch für die Kür – wenn man schnell genug ist.

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