Weihenmaier spürt „gewisse Aufregung”

Von: eck
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„Ich möchte gute Spiele abli
„Ich möchte gute Spiele abliefern und dazu beitragen, dass wir dem Publikum immer wieder unser Leistungsvermögen zeigen können”: Laura Weihenmaier. Foto: Wolfgang Birkenstock

Aachen. Nach nur drei Spielen in ihrer fünften Bundesliga-Saison sprechen Alemannia Aachens Volleyballerinnen keineswegs von Alltag oder Pflicht. Dennoch steht am Mittwochabend so etwas wie die Kür an. Ab 19 Uhr geht es in der Halle an der Neuköllner Straße um den Einzug ins Pokal-Viertelfinale.

Obwohl dem SC Potsdam der gebührende Respekt entgegengebracht wird, soll erstmals die Auftaktrunde überstanden werden. Da passt es gut, dass den „ladies in black” endlich noch einmal das Heimrecht zugelost wurde, das am 25. November 2007 - in der Aufstiegssaison also - beim 0:3 gegen den damals übermächtigen VC Wiesbaden nicht genutzt werden konnte.

„Der Wettbewerb hat auch für uns einen hohen Stellenwert”, betont Aachens Trainer Stefan Falter. „Immerhin will doch niemand ständig nur als Zuschauer die Endspielveranstaltung erleben. Entsprechend ist unsere Vorbereitung auch ganz gezielt auf Potsdam ausgelegt gewesen.” Obwohl längst nicht alle Details - was den Gästen aus Brandenburgs Landeshauptstadt auch so geht - bekannt sind, haben sich die Trainingseinheiten keinesfalls im „luftleeren Raum” abgespielt.

„Mein Kollege Alberto Salomoni hat einen noch eklatanteren Schnitt vollzogen als Köpenicks Gil Ferrer Cutino”, weiß Stefan Falter. „Im 13-köpfigen Kader stehen nur noch fünf Spielerinnen, die schon in der vergangenen Saison das Potsdamer Trikot getragen haben.” Zu diesem Quintett gehört mit Lucia Fresco eine Diagonalspielerin, die eine der absoluten Leistungsträgerinnen ist.

Das gilt zumindest im gleichen Maße für Kathy Radzuweit, die zuletzt mit Rabita Baku aserbaidschanischer Meister wurde und auf 204 Einsätze in der deutschen A-Nationalmannschaft verweisen kann. Mit ihren 1,96 Metern Körpergröße trägt sie maßgeblich dazu bei, dass ihrem neuen Team der Ruf vorauseilt, die Blockqualität deutlich gesteigert zu haben. Auch darauf sind die Alemanninnen eingestellt, die weiterhin auf Karolina Bednarova verzichten müssen. „Sie ist am Montag wieder ins Training eingestiegen. Nach fast zehntägiger Pause ist an einen Einsatz aber nicht zu denken”, sagt ihre Trainer. „Wir hoffen, dass sie am Samstag in Wiesbaden ihr Comeback feiern kann.”

Grund zur Freude haben will auch Laura Weihenmaier, die zu Saisonbeginn vom heutigen Gegner ins Dreiländereck wechselte. „Im Grunde ist das für mich ein ganz normales Spiel, zumal ich die meisten Potsdamerinnen nicht kenne”, erklärt die 21-Jährige. „Wenn man allerdings drei Jahre für einen Verein gespielt hat, gibt es schon eine gewisse Aufregung.”

Die Qualität des Spiels wird dadurch allerdings nicht beeinträchtigt. Das war bei den bisherigen Auftritten zu sehen, gab es doch deutlich mehr Licht als Schatten, was bestens zum Saisonziel der Außenangreiferin passt. „Ich möchte gute Spiele abliefern und dazu beitragen, dass wir dem Publikum immer wieder unser Leistungsvermögen zeigen können”, berichtet der Blondschopf. „Was dabei herauskommt, muss man dann mal sehen.”

Laura Weihenmaier begann ihre Volleyball-Laufbahn (Zitat: „Meine Schwester und ein paar Freundinnen hatten sich diesem Sport verschrieben, der auch mir schnell Riesenfreude machte”) in ihrer Heimat Tuttlingen, einer Kreisstadt in Baden-Württemberg. Über den TV Villingen kam die zweitjüngste Alemannin 2007 zum VCO Berlin, den sie zwei Jahre später Richtung Potsdam verließ. „Das Interesse an Aachen beruhte auf Gegenseitigkeit”, erzählt sie. „Nach einem Probetraining waren wir uns dann schnell einig.” Und das gilt auch für die heutige Pokal-Kür - sie soll erfolgreich gestaltet werden.
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