Wasserspringer ohne WM-Medaille: Klein/Hausding Vierte

Von: dpa
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Schwimm-WM 2009 - Springen 10 m - Hausding - Klein
Schwimm-Weltmeisterschaften 2009 am Samstag (25.07.2009) im Foro Italico in Rom, Italien. Die deutschen Wasserspringer Patrick Hausding (l) und Sascha Klein springen im Finale vom 10-Meter-Turm. Hausding und Klein belegten den 4. Platz. Foto: dpa

Aachen/Rom. Die Negativ-Serie der deutschen Wasserspringer setzte sich auch im letzten WM-Wettbewerb fort: Um die Winzigkeit von 0,84 Punkten verpassten die Olympia-Zweiten Sascha Klein (Aachen) und Patrick Hausding (Berlin) im Synchron-Wettbewerb vom Turm die erwartete Medaille bei den Schwimm-Weltmeisterschaften in Rom.

Damit blieben die Springer erstmals seit der Wiedervereinigung ohne Edelmetall bei einem internationalen Großereignis. Die Titelverteidiger und Olympiasieger Huo Liang/Lin Yue aus China dominierten den Wettbewerb mit 482,58 Punkten. Rang zwei ging an die Amerikaner David Boudia und Thomas Finchum (456,84) vor Jose Guerra Olivia und Jeinkler Aguirre Manso aus Kuba (456,60).

Hätte nur ein Punktrichter Klein/Hausding (455,76) bei einem der sechs Sprünge einen halben Wertungspunkt mehr gegeben, wären die Europameister auf Platz zwei gesprungen. „Das ist schon extrem hart”, sagte Klein, der schon als Siebter im Einzel-Wettkampf vom Turm nicht zufrieden sein konnte. „Das war tragisch. Es ist nicht so, dass wir eine total schlechte Leistung gebracht haben”, sagte Hausding. Mit Stephan Feck (Leipzig) hatte er bereits als Fünfter eine Medaille vom Drei-Meter-Brett im letzten Sprung nur knapp verpasst. „Ich bin ja noch jung und habe noch einige Wettkämpfe vor mir”, versuchte sich der Abiturient zu trösten.

„Das war nicht unser glücklichster Tag”, sagte Lutz Buschkow mit gequältem Lächeln. Der frühere Sprung-Bundestrainer war im vergangenen Jahr zum Direktor Leistungssport im Deutschen Schwimm- Verband (DSV) aufgestiegen. „Die beiden haben die Punkte aus eigenem Verschulden liegen lassen. Wir haben uns diese Medaille so sehr gewünscht, umso betrübter sind wir.” Klein/Hausding zeigten keinen optimalen Wettkampf und zudem Schwächen beim zweiten Pflichtsprung und den Eintauchphasen. Trotzdem hätte es zum Edelmetall reichen können, da auch die Konkurrenz patzte.

Von den vorher als Ziel ausgegebenen drei Medaillen hatte sich die deutsche Mannschaftsführung bereits vorher verabschiedet. Viele junge Athleten - allein sechs waren WM-Neulinge - konnten den Aderlass durch die Rücktritte langjähriger Leistungsträger nicht auffangen. Immerhin war der DSV in allen zehn Sprung-Finals der WM vertreten.

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