Walheim und Trainer Medina trennen sich

Von: Roman Sobierajski
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Ende einer (kurzen) Ära: Alejandro Medina (links) ist nicht mehr Trainer in Walheim, Nachfolger wird Dirk Benoit (rechts). Foto: W. Birkenstock

Aachen. Die 1:5-Niederlage beim VfL Leverkusen, direkter Konkurrent von Hertha Walheim um den Klassenerhalt in der Fußball-Mittelrheinliga, war dann offensichtlich eine Niederlage zu viel: Am Montagabend setzten sich Trainer Alejandro Medina und die sportlich Verantwortlichen der Hertha zusammen und beschlossen die sofortige Trennung, die nach Saisonende ohnehin schon vereinbart war.

Groll, Zorn oder Ärger war nach Aussage der Beteiligten dabei nicht mit im Spiel: „Aufgrund der aktuellen Situation mussten wir handeln“, erklärt Walheims zweiter Vorsitzender Dirk Offermann. „Wir hoffen, dass wir mit dem Trainerwechsel einen letzten Impuls setzen können, um den Abstieg noch zu vermeiden.“

„Ich hätte von mir selbst aus nicht aufgegeben“, meint zwar Medina, der zu Saisonbeginn für Aufstiegstrainer Mirko Braun gekommen war, „aber ich bin dennoch froh, denn zuletzt hat es einfach keinen Spaß mehr gemacht. Ich bin froh, dass wir so überein gekommen sind.“ Nachfolger wird bis Saisonende Medinas bisheriger Co-Trainer Dirk Benoit, der vom Co-Trainer der Walheimer U 19, Marcel Hilgert, unterstützt ist. Helge Hohl, der als designierter Nachfolger für die kommende Saison vorgesehen ist, soll zunächst weiterhin die U 19 betreuen, „weil wir mit der Mannschaft auch noch sportliche Ziele erreichen wollen“, meint Offermann.

Der Cut geht überraschend und entgegen früherer Aussagen über die Position des Cheftrainers hinaus, schließlich war Medina in Walheim auch sportlicher Leiter und Verantwortlicher für die Nachwuchsteams in Personalunion: „Wir werden die zu bewältigenden Aufgaben und Lasten auf mehrere Schultern verteilen“, sieht Offermann kein Vakuum auf den Verein zukommen. „Auch unser Vorsitzender Harald von Ameln wird sich wieder stärker über das bisherige Maß einbringen.“

„Spieler in der Pflicht“

Medina („Ich bin froh, endlich wieder mehr Zeit für andere Sachen zu haben“), hat noch keine neuen sportlichen Aufgaben, nachdem er sich Dienstagabend von der Mannschaft verabschiedet und die Gründe für die Trennung mitgeteilt hat. „Nach der Erklärung des scheidenden Trainers haben wir dann die Spieler in die Pflicht genommen, die alles geben müssen, um den Verbleib in der Mittelrheinliga noch zu schaffen“, sagt Offermann, der weiß, dass auf den Drittletzten der Tabelle mit vier Punkten Rückstand auf das rettende Ufer ein hartes Stück Arbeit wartet. Zumal die Hertha in den letzten fünf Partien fünf Mal als Verlierer vom Platz ging.

Auch die äußeren Umstände machen die Konzentration auf den sportlichen Erfolg nicht unbedingt leichter. Am kommenden Spieltag gastiert der Tabellenzweite Bonner SC in Walheim, „und wir haben Hinweise erhalten, dass es wieder zu Randale kommen soll“, sagt Herthas zweiter Vorsitzender. Der Verein ist von der Polizei aufgefordert worden, für mehr Ordner zu sorgen, die Polizei hat ihrerseits vorsorglich die Alarmbereitschaft am Wochenende erhöht.

„Danach folgt das Spiel in Arnoldsweiler“, listet Offermann auf, „das wird auch noch ein ganz schwerer Brocken. Aber dann kommen die Mannschaften, gegen die wir unbedingt gewinnen müssen, um in der Mittelrheinliga noch eine Chance zu haben.“

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