Aachen - Volleyball: Aachenerinnen treten selbstbewusst gegen Stralsund an

Volleyball: Aachenerinnen treten selbstbewusst gegen Stralsund an

Von: zva
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Siege allein reichen ihm nicht: Marek Rojko, der Coach der Aachener Bundesliga-Volleyballerinnen, will mit dem Team einen mitreißenden und attraktiven Stil kreieren. Foto: Wolfgang Birkenstock

Aachen. Nein, bereut hat es Marek Rojko noch nicht, dass er Volleyball-Trainer in Aachen geworden ist. Auch wenn am Mittwoch die „Ladies in Black“ Aachen nach den knapp 700 Kilometern Richtung Süden zum Ligaspiel in Vilsbiburg nun 800 Kilometer Richtung Osten zum Pokal-Achtelfinale nach Stralsund hinter sich brachten.

„Die Entfernungen waren mir bereits vor der Saison klar“, übt sich der 36-Jährige Coach der PTSV-Volleyballerinnen in Gleichmut und gibt zugleich die Richtung vor, um beim Bundesligisten nicht das Gefühl einer Kaffeefahrt aufkommen zu lassen: „Wir wollen diese drei Siege in Folge. In Stralsund wollen wir ins Pokalviertelfinale, nach dem Sieg über Wiesbaden am letzten Samstag wollen wir dann am Wochenende in der Liga auch Köpenick schlagen.“

Beim Gegner, dem Zweitliga-Team der Stralsund Wildcats, werden vor dem heutigen Aufeinandertreffen (bewusst?) ganz kleine Brötchen gebacken. Ein Sieg der Hausherrinnen wäre „eine dieser ganz großen Sensationen, die im Volleyball selten sind“, allein die Begegnung mit dem Profi-Team sei schon „eine vielleicht einmalige Erfahrung“, schätzen die Wildcats die Lage im Vorfeld ein. Und den Stralsunder Vorsitzenden plagen noch ganz andere Sorgen: „Ob es möglich ist, auch an einem Mittwochabend viele Fans begrüßen zu können, werden wir sehen“, meint Steffen Täubrich. „Uns fehlt da jegliche Erfahrung.“

Auch wenn der Pokal im Volleyball nicht ganz so eigene Gesetze hat wie im Fußball, will Rojko den Gegner nicht unterschätzen („Der Pokal ist ein attraktiver Wettbewerb, in dem man es schnell weit bringen kann“), nutzt aber die Gelegenheit, Spielerinnen Zeit auf der Platte zu geben, die nicht unbedingt zur Startformation gehören – auch um das Spielverständnis untereinander weiter zu verbessern.

„Wir wissen, was wir können. Aber das heißt ja nicht, dass wir es nicht noch besser hinbekommen“, gewährt der „Ladies-Trainer“ einen Blick in sein Handbuch der Trainer-Philosophie und will mit einem überzeugenden Sieg in Stralsund den Grundstein für den angestrebten Dreiklang legen: Kurzfristig das Viertelfinale im Pokal zu erreichen, mittelfristig die Qualität des Spiels weiter zu verbessern („Wir wollen nicht nur den Ball hin und her spielen, wir wollen einen attraktiven und mitreißenden Stil kreieren“).

Und langfristig gibt es für den ehrgeizigen Slowaken da immer noch einen Termin Anfang März in Halle/Westfalen. „Warum soll ich mich für die Ticketpreise beim Pokalfinale interessieren“, fragt Rojko rhetorisch. „Wenn wir selbst im Finale stehen, kommen wir umsonst in die Halle.“

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