Verschönert sich Schweizer den „goldenen Rennherbst“?

Von: wp
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Regen wie damals braucht er nicht, gegen einen zweiten Sieg im Heimrennen hätte er aber nichts: Michael Schweizer fährt 2011 vor dem Aachener Rathaus als Erster ins Ziel. Foto: Martin Ratajczak

Aachen. Wer Lust auf Fußball hat, freut sich auf den Samstag. Dann wird um 21 Uhr ein ganz bestimmtes Spiel in Bordeaux angepfiffen. Wer Lust auf ein Radrennen der harten Art hat, das zu 95 Prozent über Kopfsteinpflaster führt und den Rennfahrern alles abverlangt, der freut sich auch auf den Samstag.

Dann wird um 19 Uhr das Hauptfeld des Radklassikers „Rund um Dom und Rathaus“ zum 41. Mal auf den 900 Meter langen Rundkurs durch die Aachener Altstadt geschickt. Wer beides sehen will, Radrennen und das EM-Viertelfinale zwischen Deutschland und Italien, hat doppelt Spaß. Das geht nämlich. „Noch kein Rennen hat länger als bis 20.40 Uhr gedauert“, beruhigt Guido Diefenthal im Vorfeld jene Sportfans, die beides genießen wollen.

Der Vorsitzende des veranstaltenden RC 09 Zugvogel, seit Jahren hauptverantwortlich für das Aachener Bank Radrennen „Rund um Dom und Rathaus“, hat aus dem „eigenen Stall“ einige vielversprechende Rennfahrer zur Verfügung, die sich durchaus Erfolgschancen ausrechnen dürften. „Für wen wir fahren, wird sich im Rennen herausstellen“, sagt zum Beispiel Michael Schweizer, bis 2015 noch Profi und 2011 schon einmal Sieger auf dem Aachener Markt – damals noch im Trikot von Nutrixxion.

Der 32-Jährige gilt neben seinem Zugvogel-Kollegen Heiko Homrighausen als einer, der es auf den gefürchteten „Pavés“, dem schweren Kopfsteinpflaster, schaffen kann. Phillip Müller, Roland Siegbert und Christian Patron sind die weiteren „Eisen“, die der RC im Feuer hat.

„Ja“, sagt Michael Schweizer, „ich hoffe natürlich aufs Treppchen zu fahren, aber es wird sehr schwer.“ Das sagt er angesichts der gnadenlosen Runde, die im Anschluss an das Rennen der C-Klasse (17.30 Uhr, 40 Kilometer) ab 19 Uhr 80 Mal von den rund 50 Radrennern zu bewältigen ist (72 Kilometer). Und das sagt er wegen der zu erwartenden Konkurrenz: „Das wird ein qualitativ hochwertiges Rennen“, ist Schweizer sicher. Er sieht die Brüder Daniel und Dominic Klemme (Stevens Racing Team), die gleich mit sechs Teamkollegen ins Rennen gehen, als mit die stärksten Widersacher.

Diefenthal nennt zudem Alexander Nordhoff und Ivo Dominik (RV Blitz Spich), die fünf Helfer an ihrer Seite haben, oder den Einzelstarter Hendrik Werner (RRG Porz) als weitere mögliche Siegfahrer. Der Vereinschef nennt die Jungs aus seinem Klub „fünf Speerspitzen“, von denen Schweizer im Jahr eins nach Ende seiner Profikarriere das Trikot mit der Nummer 1 tragen wird.

„Vielleicht kann er sich mit einem zweiten Sieg in Aachen seinen goldenen Rennherbst verschönern“, träumt Diefenthal von einem „Heimsieg“. Und Schweizer ergänzt in eigener Sache: „Für mich als Aachener ist dieses Rennen natürlich von besonderer Bedeutung.“

Das ist es auch für Jens Ulrich Meyer, Vorstand der Aachener Bank, der betont: „Mit enormem Aufwand und ehrenamtlichen Kräften macht der RC Zugvogel diesen Klassiker seit Jahren hautnah erlebbar. Es gehört schon eine Menge Enthusiasmus dazu, so ein Rennen dem Aachener und dem auswärtigen Publikum so professionell zu präsentieren.“

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