Und jetzt sind wir wieder Meister

Von: Max Eckstein
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Das Saisonziel ist erreicht, der TK Kurhaus Aachen hat seinen Titel als Deutscher Meister verteidigt. Beteiligt waren (von links) Jiri Vanek, Teamchef Alexander Legsding, Simon Greul, Jaroslav Levinsky, Dominik Meffert und Trainer Gideon Hilb. Foto: Marcel Decoux

Aachen. Nach der Saison ist vor der Saison - auch in der Tennis-Bundesliga. Allerdings wollte der TK Kurhaus Aachen am Samstag nichts von der Zukunft hören. Vielmehr widmete man sich ganz dem gerade eingefahrenen Erfolg.

Die Mannschaft hatte mit einem 5:1 gegen Etuf Essen seinen Titel als Deutscher Mannschaftsmeister eindrucksvoll verteidigt. Da gleichzeitig der einzige Rivale - BW Halle - in Amberg nur ein 3:3 schaffte, hätte auch schon ein Remis zum Erreichen des großen Zieles genügt.

„Unsere Stärke über die gesamte Spielzeit war die tolle Teamleistung”, bilanzierte Trainer Gideon Hilb, dem die Freude ebenso anzusehen war wie eine gute Portion Rührung. „Noch am Freitag haben wir gemeinsam viel Spaß gehabt, was das Zusammengehörigkeitsgefühl zusätzlich verstärkte.”

Der erfahrene Coach verhehlte auch nicht, dass man etwas Glück gehabt habe. „Es ging mehrfach nicht ohne Experimente, vor allem, als es zum Saisonende aus Verletzungs-, aber auch anderen Gründen personell eng wurde”, schaute er zurück, dann jedoch gleich nach vorne: „Und jetzt sind wir wieder Meister. Alles Weitere wird später geklärt.”

Mit der Aussage, dass er sich im Kurpark ebenso wohl fühle wie die meisten seiner Spieler, deutete Hilb allerdings an, dass eine Verlängerung seines Engagement - dann für die zehnte Saison - keine Utopie ist.

In diese Kerbe schlug auch Hermann Bühlbecker. „Man kann schon stolz auf das sein, was hier geleistet worden ist. Immerhin haben wir in zwei Jahren keine Niederlage kassiert”, sagte der Unternehmer, der sich nicht vorrangig als Hauptsponsor sieht. „Da ist einiges an Herzblut dabei, war doch mein Vater hier Präsident und ich mit 14 Jahren schon Spieler der ersten Mannschaft.

Gegen derart namhafte und mit viel mehr Geld unterstützte Konkurrenz wie Halle, Düsseldorf oder Mannheim zu bestehen, ist für mich vergleichbar mit einem Titelgewinn von Hoffenheim in der Fußball-Bundesliga.”

Angesprochen auf 2010, hielt sich Bühlbecker dezent zurück, um aber doch den von allen erwarteten Satz zu sagen: „Wir sind auch dann wieder dabei, eine dritte Meisterschaft will und kann ich aber nicht versprechen.”

Mit diesem Gedanken anfreunden kann sich auch Heinz Wagner, der Vizepräsident des Deutschen Tennis-Bundes. Bei der Pokalübergabe sagte er: „Es ist zwar schwer, aber doch keineswegs ausgeschlossen, dass Aachen zum dritten Mal Meister wird. Ich jedenfalls komme im nächsten Jahr gerne wieder nach Aachen, wo ein hervorragendes Team spielt und im Hintergrund ein eben solches arbeitet.”
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