Übersicht: Die deutschen Favoriten bei der Tour de France

Von: red
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Wenn die Tour durch unsere Region rollt, hoffen auch einige deutsche Fahrer auf Erfolge. Foto: Colourbox

Aachen. Bald ist es soweit: Am 1. Juli beginnt die Tour de France, am 2. Juli rollt sie durch die Region. Mit dabei sind auch einige deutsche Fahrer, die sich durchaus berechtigt Erfolge bei der Tour ausrechnen - so etwa Marcel Kittel, Tony Martin und André Greipel. Aber auch der 24-jährige Emanuel Buchmann könnte überraschen. Ein Überblick über die deutschen Favoriten.

In Vorfreude auf das „Heimspiel“ zum Tour-Auftakt hofft André Greipel „auf ein großes Fest“. 

Elf Etappensiege bei der Tour de France hat Greipel auf seinem Konto. Doch ausgerechnet jetzt kämpft Deutschlands bester Sprinter gegen die Folgen eines Infektes.

Vor knapp zwei Wochen beendete der Hürther vom Team Lotto Soudal sein Heimrennen „Rund um Köln“ auf einem enttäuschenden 76. Platz. Mehr hatte der 34-jährige nicht aus seinem geschwächten Körper herausholen können. 

Der dreifache deutsche Straßenmeister (2013, 2014, 2016), der 2016 die letzte Tour-Etappe in Paris gewonnen hatte, hofft nun, bis zum Start der Frankreich-Rundfahrt wieder zu alter Stärke zurückzufinden.

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Dass ein Deutscher zum Tour-Auftakt in Gelb fährt, ist in der jüngsten Vergangenheit keine Seltenheit gewesen. 2013 und 2015 setzte sich Topsrinter Marcel Kittel jeweils durch einen Auftaktsieg an die Spitze der Gesamtwertung. Damals war die Tour jeweils mit einer Flachetappe gestartet worden.

Der gebürtige Thüringer dürfte sich auch diesmal insgeheim etwas ausrechnen. Kittel gilt als passabler Zeitfahrer. Sollte er den Rückstand  am Auftakttag in Düsseldorf klein halten, könnte er mit Hilfe von Zeitgutschriften auf der zweiten Etappe von Düsseldorf nach Lüttich in der Lage sein, noch an die Spitze zu fahren. Er kommt auch für weitere Etappensiege im Tourverlauf infrage.

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Diesem Tag fiebert Tony Martin schon seit der Streckenpräsentation im vergangenen Oktober entgegen. Wenn am 1. Juli der Startschuss der Tour de France in Düsseldorf fällt, gehört der viermalige Zeitfahrer-Weltmeister zu den Favoriten auf das erste Gelbe Trikot.

„Das ist für mich das Highlight des Jahres. Die Chance, in Deuschland bei der Tour ins Gelbe Trikot zu fahren, wird in meiner Karriere nicht wieder vorkommen“, sagt Martin.

14 Kilometer entlang des Rheinufers in seiner Paradedisziplin sind ganz nach dem Geschmack von Martin. „Ich werde 110 Prozent geben“, kündigte der 32-Jährige an, räumt aber auch ein: „Über so eine Distanz kann viel passieren.“

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Der 24-jährige Ravensburger ist bei den allerbesten Rennfahrern angekommen. Er gilt bei der diesjährigen Tour in Bezug auf die Gesamtwertung sicher als krasser Außenseiter, ist aber ein Mann der Zukunft. Sprintstarke deutsche Radprofis von Weltformat sind mit John Degenkolb, André Greipel und Marcel Kittel schon länger erfolgreich unterwegs, Rundfahrer seit dem unrühmlichen Abschied von Jan Ulrich und Andreas Klöden nicht mehr.

Buchmann gewann bei der schweren Tour-Generalprobe Critérium du Dauphiné das Weiße Trikot des besten Jungprofis.

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