Jülich - TTC Jülich will als Zweitliga-Schlusslicht Aufholjagd starten

TTC Jülich will als Zweitliga-Schlusslicht Aufholjagd starten

Von: Thomas Mauer
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Wie gehen die Indeländer am Sonntag gegen Dortmund mit der akuten Abstiegsgefahr um? Das Bild zeigt Coach Miro Broda (2.v.l.) mit seinen Schützlingen Aliaksandr Khanin (v.l.), Martin Allegro, Tobias Rasmussen und Brian Afanador. Foto: Kròl
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Das Parade-Doppel des TTC: Martin Allegro (l.) und Tobias Rasmussen sind in der Hinrunde mit einer 5:1-Bilanz drittbestes Duo. Foto: Król
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Brian Afanador ist die neue Nr. 2 des TTC. Er tauscht mit Tobias Rasmussen die Position. Foto: Król

Jülich. Mit guten Vorsätzen startet der TTC Indeland Jülich am Sonntag in die Rückrunde der 2. Tischtennis-Bundesliga. Um 14 Uhr gastiert Borussia Dortmund in der Jülicher Nordhalle an der Berliner Straße. Der Tabellenachte (8:10-Punkte) wird dort versuchen, das „Schlusslicht“ (4:14) auf Distanz zu halten.

Mit dieser Tabellenkonstallation war zu Saisonbeginn so nicht zu rechnen, zumal die Indeländer noch im Pokal geglänzt und Dortmund in der Vorrunde daheim aus dem Wettbewerb eleminiert hatten. So erging es später sogar dem Bundesligisten Post SV Mühlhausen, der überraschend in der Herzogstadt seinen aus dem DTTB-Pokal geworfen wurde. Erst im Viertelfinale gegen den Bundesligisten TTF Ochsenhausen war für die ambitionierten Herzogstädter Endstation.

In der Meisterschaft jedoch lief es alles andere als erfolgreich. Den einzigen Sieg in der Vorrunde verbuchten die Schützlinge von Trainer Miroslav Broda im Westderby gegen den 1. FC Köln, der als Vorletzter in der Halbzeittabelle ebenfalls 4:14-Zähler aufweist. Zwei Unentschieden gegen Dortmund und Hilpoltstein kamen hinzu, die übrigen Partien gingen verloren, was unterm Strich zum Absturz auf den letzten Rang beitrug.

Beständigster Spieler war Martin Allegro, der mit einer positiven Bilanz (10:7) in die Weihnachtstage ging. Aliaksandr Khanin musste den Spielbetrieb vorzeitig unterbrechen und sich einer Operation unterziehen. „Er trainiert wieder und wird am Sonntag spielen“, freut sich Trainer Broda. Ein Lichtblick.

Zu Beginn zeigte er starke Auftritte, doch dann verlor Tobias Rasmussen (Bilanz: 2:15) den mentalen Faden und gab ein ums andere Mal auch Partien aus der Hand, die er erfolgreich begonnen hatte. Der Däne war wohl an Position zwei nicht ideal eingesetzt. Das hat der Trainer über Weihnachten geändert: Ab sofort wird Rasmussen im unteren Paarkreuz an Position drei spielen.

Für ihn rückt der immer wieder sehr druckvoll agierende Brian Afanador (8:6-Bilanz) ins obere Paarkreuz. „Wir hoffen, dass vor allem Tobias an drei mental stabiler wird und wichtige Punkte für uns holt“, blickt sein Trainer optimistisch in die Zukunft.

Da inzwischen auch die Doppel – nach erheblichen Anfangsverlusten – geklärt sind, bleibt abzuwarten, ob die gewählten Konstellationen sich durchsetzen können. Zumindest Allegro/Rasmussen (5:1- Bilanz) hatten zuletzt sehr konstant gespielt und so gepunktet, dass sie in der Doppel-Tabelle Rang drei nach der Vorrunde einnehmen.

Auch der Spielball selbst wurde einmal mehr geändert. Zuletzt hatte man beim TTC einen neuen Ball gewählt, mit dem jedoch Allegro überhaupt nicht zurechtkam. Das wurde inzwischen wieder rückgängig gemacht.

Ein Teil der Mannschaft reist bereits am Samstag, um unter den Augen von Broda gemeinsam zu trainieren. Doch die Nordhalle steht wegen eines Fußballturniers nicht zur Verfügung. Es bleibt also abzuwarten, wann und wo sich der TTC Indeland seinen Feinschliff holen kann.

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